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Nach dem Studium ist es wichtig, einen tollen Job zu finden. Um attraktive Unternehmen zu überzeugen, solltest Du diese Fehler vermeiden.

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Termine und Abmachungen nicht einhalten

Wer nicht pünktlich zu einem Gespräch kommt, der muss eigentlich gar nicht mehr erscheinen, denn die Chancen auf den begehrten Arbeitsplatz hat er ohnehin vertan. Daher gilt: Komme lieber überpünktlich und warte noch vor dem Gebäude, bis es an der Zeit ist, tatsächlich hineinzugehen.

Wurden spezielle Abmachungen per Mail oder am Telefon getroffen, solltest Du Dich an diese unbedingt und uneingeschränkt halten. Wurde Dir zum Beispiel nahegelegt, dass Du Dich vor dem Gespräch am Empfang meldest, dann versuche nicht etwa, den Ansprechpartner auf eigene Faust zu finden. Du signalisiert Respekt vor dem Unternehmen und Anstand, indem Du Dich exakt an terminliche und organisatorische Absprachen hältst.

Zu kommunikativ im Vorstellungsgespräch

Natürlich solltest Du proaktiv in ein Gespräch mit Deinem eventuell neuen Chef gehen. Allerdings ist es auch keine gute Idee, wenn Du zu viel, zu laut und zu schnell sprichst. Was wohl niemand gerne mag: Wenn Du anderen ins Wort fällst, dann bist Du bei den meisten Personalern schon per se kein geeigneter Kandidat mehr. Verzichte deshalb unbedingt darauf, Deinen Gesprächspartner zu unterbrechen. Zudem gilt die alte Devise: Erst denken, dann sprechen. Es ist nicht schlimm, wenn zwischen den Fragen Deines Gegenübers und Deinen Antworten eine kurze Pause entsteht. Viel schlimmer wäre es, wenn Du vorschnell Antworten gibst, welche Du im Nachhinein nicht mehr so einfach zurücknehmen kannst.

Keine Fragen stellen

Die Personaler und Chefs möchten natürlich gerne, dass Du viel über Dich und Deine Fähigkeiten sowie über Deinen bisherigen Werdegang erzählst. Allerdings ist es mindestens genauso wichtig, dass Du konkrete Fragen an die anderen teilnehmenden Personen stellst. Dazu gehören nicht nur Fragen nach Deinem neuen Aufgabengebiet, sondern auch zu Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung am Arbeitsplatz und natürlich die Frage nach den Produkten oder Dienstleistungen, welche das Unternehmen überhaupt verkauft.

Nur wer ernsthaftes Interesse zeigt, vermitteln dem Gegenüber den Eindruck, dass er oder sie die Stelle unbedingt haben möchte. Frage deshalb nicht erst dann, wenn Dich jemand explizit um Fragen bittet, sondern werde selbst aktiv. Es zahlt sich aus, wenn Du Interesse nicht nur heuchelst, sondern auch solche Fragen formulierst, mit denen vielleicht niemand gerechnet hat. Frage zum Beispiel danach, was das Unternehmen tut, um den Teamgeist zu verbessern und bringe in Erfahrung, welche Produkte oder Dienstleistungen Dich an Deinem neuen Arbeitsplatz in besonderer Weise betreffen. Damit zeigst Du, dass Du Dir bereits Gedanken über Deinen neuen Wirkungskreis und Dein Team machst.

Unvorbereitet in die Gehaltsverhandlung gehen

Wenn es um das Gehalt geht, sind gerade Absolventen noch gehemmt. Bisher konntest Du wahrscheinlich eher wenige Erfahrungen in diesem Bereich sammeln, schließlich stehen die Gehälter bei Praktika oder bei einem bezahlten Praxissemester in der Regel von Anfang an fest. Doch Deine Unsicherheiten solltest Du Dir jetzt keinesfalls anmerken lassen. Auch hier gilt: Tritt souverän auf und stehe hinter Deinen eigenen Vorstellungen von einem angemessenen, fairen Gehalt. Damit das klappt, sollte man sich vorher gut vorbereiten.

Recherchiere am besten online welche Jahresgehälter in dem Bereich, in welchem Du arbeitest üblich sind. Achte darauf, dass Du solche Summen ermittelst, welche für Berufseinsteiger gelten und nicht für erfahrene Mitarbeiter oder gar Führungskräfte. Finde heraus, was Unternehmen in der Größe Deines potenziellen neuen Arbeitgebers zahlen. Hier unterscheiden sich die Gehälter meistens je nach Größe, Standort und Branche. Nimm dann einen Mittelwert und peile diesen bei der Verhandlung um ein mögliches Gehalt an.

Phrasen auswendig lernen, statt Charakter zeigen

Die meisten Personaler wissen es überhaupt nicht zu schätzen, wenn Bewerber sie während eines Gesprächs mit abgedroschenen Phrasen langweilen. Achte deshalb darauf, dass Du Dich zwar inhaltlich verbreitest nicht aber ganze Sätze oder Phrasen auswendig lernst. Die Experten vor Ort merken es in einem Gespräch zumeist sehr schnell, wenn Du nicht spontan, authentisch und ehrlich antwortest, sondern nur auf Textbausteine setzt, welche Du Dir womöglich vor dem Gespräch angeeignet hast. Hier zählt Authentizität weitaus mehr als perfekte Formulierungen!

 

Fazit: Gut vorbereitet ist halb gewonnen

Wichtig ist vor einem Gespräch, dass Du Deine Schwächen und Stärken kennst. Je besser das klappt, desto überzeugender kommst Du rüber.

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