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Wegen der Corona-Krise bleiben die Hörsäle in Deutschland vorläufig geschlossen. Erfahre in diesem Blog Artikel, wie Du das erste Online-Semester erfolgreich hinter Dich bringst!

 

Deutsche Hochschulen im Wandel

Die Lehre an den deutschen Universitäten findet während der Corona-Krise ausschließlich online statt – digitale Vorlesungen, Sprechstunden und Lehrvideos bestimmen den Alltag der Studierenden. Dabei ist es verblüffend, wie schnell sich die Hochschulen an die neuen Anforderungen angepasst haben: Das Lehrangebot wurde innerhalb von wenigen Wochen vollständig digitalisiert. Dass es dabei zu keinen größeren Schwierigkeiten (z.B. flächendeckende Serverausfälle) gekommen ist, liegt u.a. daran, dass die Unis ihre eigenen Plattformen durch die Lösungen von Drittanbietern (Zoom, Jitsi, Microsoft Teams etc.) ergänzt oder vollständig ersetzt haben.

Mit der „Digitalisierung der Universität“ gehen allerdings auch beträchtliche Kosten einher. Was diese angeht, fühlen sich die Bildungseinrichtungen vom Bund allein gelassen. Und auch einige Politiker fordern, dass die Regierung die Hochschulen bei der Mammutaufgabe namens Digitalisierung (besser) unterstützen müsse. So wird mancherorts eine sogenannte Digitalisierungspauschale (100 Euro pro eingeschriebenem Lerner) oder eine „Umwidmung“ der Gelder aus dem Hochschulpakt zugunsten der Digitalisierung gefordert. Demgegenüber sieht die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, ihr Haus nicht in der Pflicht. Stattdessen verweist sie auf die Zuständigkeit der Länder sowie auf entsprechende Hilfspakete, die bereits vor dem Corona-Ausbruch zur Verfügung gestellt wurden.

Um Studierenden trotz der Corona-Pandemie eine Fortsetzung der Lehre bieten und somit ein sogenanntes Null-Semester vermeiden zu können, haben die Hochschulen in kürzester Zeit ein digitales Lehrangebot initiiert.

Online-Semester

So wird das Online-Semester ein Erfolg

Was die Finanzierung der Digitalisierung angeht, herrscht also Uneinigkeit. Fest steht hingegen, dass die Online-Lehre nicht allzu schnell wieder aus dem Studierenden-Alltag verschwinden wird. Da ein Online-Semester ganz spezielle Anforderungen an Dich stellt, findest Du in den folgenden Abschnitten einige nützliche Tipps, wie Du diese neuen Herausforderungen meisterst.

 

1. Bringe Ordnung in die Plattformen!

Die Lehrveranstaltungen werden auf unterschiedlichen Online-Plattformen abgehalten – während der eine Kurs Zoom nutzt, macht der andere von Microsoft Teams o.Ä. Gebrauch. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und um kein Seminar zu verpassen, solltest Du Dir notieren, welcher Kurs welche Plattform nutzt. Erstelle ein Dokument auf Deinem Laptop, in dem Du sämtliche wichtigen Informationen (die Plattform, den Zugangslink, das Passwort) zu den einzelnen Veranstaltungen speicherst. Auf diese Weise hast Du immer alles im Blick, sodass Du nicht jedes Mal die E-Mail der Dozentin/des Dozenten heraussuchen musst, um dem Kurs beizutreten.

Tipp: Notiere Dir auch, welche Materialien Du für ein Seminar oder eine Vorlesung benötigst.

 

2.„E-Mailing“ will gelernt sein

Grundlegende Infos zu den einzelnen Veranstaltungen werden für gewöhnlich per E-Mail versandt. Behalte deswegen unbedingt Deinen Uni-Mail-Account im Blick! So verpasst sicher während des Online-Semesters keine wichtigen „Updates“.

Darüber hinaus lohnt es sich, für jeden Kurs einen eigenen E-Mail-Ordner zu erstellen. Das hilft Dir dabei, die Übersichtlichkeit Deiner E-Mails zu wahren und wichtige Nachrichten auch noch nach Wochen wiederzufinden.

 

3.Organisiere deine Aufgaben  

Genau wie im „Präsenz-Semester“ musst in den „Online-Kursen“ diverse Aufgaben erledigen und Studienleistungen erbringen. Auch hier gilt es während des Online-Semesters, nicht den Überblick zu verlieren! Notiere Dir, was in welchem Kurs erwartet wird und übernimm die wichtigen Deadlines in Deinen Kalender. So erleichterst Du Dir auch die Einarbeitung in die vielen Themen und Aufgabenstellungen, was aufgrund der neuen Lehrform vermutlich etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

 

4.Das Referat 2.0

Wie bereits angedeutet, gehen mit dem Online-Semester neue (technische) Aspekte einher. Und zwar nicht nur, was die verwendeten Plattformen samt ihren Funktionen angeht. Ebenso musst Du Dich mit den technischen Voraussetzungen für Präsentationen, Referate etc. auseinandersetzen. Und zwar möglichst frühzeitig!

Es gibt beispielsweise spezielle Programme, die einen virtuellen Vortrag mit PowerPoint ermöglichen. Wer sich nicht ausreichend mit solchen Lösungen befasst, läuft Gefahr, dass die eigene Präsentation zum Desaster wird.

Merke: Befasse Dich gleich zu Beginn des Semesters – und nicht erst einen Tag vor dem Referat – mit den technischen Aspekten, um Dir viel Stress zu ersparen.

 

5.Digitale Begegnungen während des Online-Semesters 

Persönliche Treffen mit den Kommilitonen sind aktuell tabu. Natürlich möchtest Du die TeilnehmerInnen der Kurse dennoch kennenlernen. Schließlich ist es immer von Vorteil, jemandem im Seminar besser zu kennen – aus organisatorischen und inhaltlichen Gründen. Daher der Tipp: Bringe den Kurs auf digitalem Wege zusammen. Das erreichst Du beispielsweise, indem Du eine Teilnehmerliste samt Kontaktdaten anfertigst und diese dem Kurs zur Verfügung stellst. So können sich die Studierenden besser untereinander austauschen und sie erfahren, ob sie vielleicht bereits jemanden im Kurs kennen. Beachte aber unbedingt den Datenschutz! Das heißt: Das Sammeln der Kontaktdaten erfordert das Einverständnis der TeilnehmerInnen.

Hinweis: Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es dem Professor/der Professorin meist nicht möglich, eine Liste samt E-Mail-Adressen u.Ä. der teilnehmenden Studierenden rumzuschicken.

 

Fazit - Corona? Na und?!

Mit den genannten Tipps wird das Online-Semester ein voller Erfolg! Nutze die außergewöhnliche Situation, um produktiv zu sein und um Deine Kompetenzen zu erweitern. Denn auch wenn dieses Semester eine Herausforderung ist, bringt es dennoch einige Vorteile mit sich! Viel Erfolg!

 

 

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