VORSTELLUNGSGESPRÄCH

Du konntest mit deinem Lebenslauf und deinem Bewerbungsschreiben oder deiner Initiativbewerbung überzeugen und wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Glückwunsch! Dennoch ist hier leider nicht der Zeitpunkt gekommen, sich auf die faule Haut zu legen, denn so ein Bewerbungsgespräch will vorbereitet werden. Hier erfährst du alle Tipps rund ums Vorstellungsgespräch.

Vorstellungsgespräch

Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch

Bevor wir uns kopfüber in den Ablauf und Inhalt des Vorstellungsgesprächs stürzen, fangen wir doch erstmal mit der Zeit vor dem Vorstellungsgespräch an. Es geht hier also um die Vorbereitung deines Vorstellungsgesprächs.

Wie kann man sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Viele Menschen macht ein Bewerbungsgespräch nervös oder unsicher, hast du aber genügend Wissen über das Unternehmen und den von dir begehrten Job angesammelt, gibts überhaupt keinen Grund für Unsicherheit! Wissen ist Macht, also eigne dir genau dieses an! Dafür kannst du dich auf der Website des Unternehmens über die Gründung, Mitarbeiterzahl, Produkte usw. informieren - die Basics also.

Um mehr über aktuelle Projekte, Erfolge und die Unternehmenskultur zu erfahren lohnt es sich auch Social Media als Quelle zu nutzen. Befasse dich unbedingt auch nochmal mit der Stellenausschreibung und präge dir die Eckdaten und gewünschten Fähigkeiten ein. Wenn es dich beruhigt deinen Interviewpartner nicht erst beim Vorstellungsgespräch kennenzulernen, schau dir doch einfach mal sein Profil bei LinkedIn oder Xing an.

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Ablauf des Vorstellungsgesprächs

Sich vorbereiten heißt auch, sich dem Ablauf eines Vorstellungsgesprächs bewusst zu sein. So weißt du, was auf dich zukommt und kannst hoffentlich etwas gelassener an das Ganze herangehen.

Ein Vorstellungsgespräch beginnt offensichtlicherweise mit der Begrüßung, meist gefolgt von etwas Small Talk. Hier wird normalerweise über deine Anreise oder das Wetter gequatscht, um das Eis zu brechen. Danach kommt das Kennenlernen, hier stellt der Interviewer dir ein paar Fragen, gefolgt von deiner Selbstpräsentation. Nun hast du Zeit zu für Rückfragen und dann kommt auch schon die Verabschiedung. Klingt doch gar nicht so schlimm, oder?

Ablauf eines Vorstellungsgesprächs

STAR-Methode

Auch bei der Befragung im Vorstellungsgespräch kann es einen bestimmten Ablauf bzw. eine Taktik geben. Ein Beispiel dafür ist die sogenannte STAR-Methode, bei der dein Interviewpartner mehr über deine Kompetenzen und Verhaltensweisen erfahren will. Und so ist das Ganze dann aufgebaut:

  • Situation: Wie war deine Ausgangssituation?

  • Task: Was war deine Aufgabe?

  • Actions: Was hast du konkret gemacht?

  • Results: Welches Ergebnis hast du erzielt?

Diese Taktik sorgt dafür, dass die Befragung im Vorstellungsgespräch strukturiert ist und du deine Aussagen mit konkreten Beispielen belegst. Außerdem fliegst du hier ganz schnell auf, wenn du's vorher mit der Wahrheit nicht so genau genommen hast!

Also: Verstell dich nicht und erfinde keine Eigenschaften und Erfahrungen, die du nicht hast. Du bist gut, so wie du bist und Lügen können dir die Chance auf den Job ganz schnell verbauen! Die Fragen, die bei der STAR-Methode aufkommen, sind eben auch nur genau das - ganz normale Fragen zu deinen bisherigen Erfahrungen. Dein Interviewpartner fragt dich zum Beispiel nach dem Ergebnis des Projekts, von dem du zuvor erzählen solltest. Du konntest das Ziel des Projekts nicht erreichen? Auch nicht dramatisch, dann sag das genau so und berichte darüber, was du trotzdem alles lernen konntest. Du bist ja immer noch ein Mensch, keine Maschine!

Tipp: Verhalten beim Vorstellungsgespräch

Wie soll man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhalten? Hier haben wir ein paar wichtige Tipps für dein Auftreten im Vorstellungsgespräch:

Der erste Eindruck zählt!
Kleinigkeiten wie 'Bitte' und 'Danke', ein Lächeln auf den Lippen und ein fester Händedruck können Wunder bewirken. Dir wird etwas zu Trinken angeboten? Nimm es an, denn Zurückhaltung ist hier fehl am Platz und nach einer halben Stunde quatschen freust du dich auch bestimmt über einen Schluck Wasser.

Und ansonsten gilt im Vorstellungsgespräch: Selbstbewusstsein, Selbstbewusstsein, Selbstbewusstsein! Denn wenn du selbst nicht von dir und deinen Fähigkeiten überzeugt bist, ist es der Personaler garantiert auch nicht. Das Problem ist, Selbstbewusstsein kommt nicht einfach über Nacht, sondern ist wohl eher sowas wie eine Lebensaufgabe. Manche habens mehr, manche weniger. Wenn du zur zweiten Gruppe gehörst, dann lass jetzt bitte nicht den Kopf hängen. Du bist ja nicht aus Versehen zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Und wenn du einen kleinen Reminder brauchst, warum du nochmal so ne geile Sau bist, dann schreibs dir doch einfach mal auf. Klingt vielleicht bescheuert, aber all deine Eigenschaften, Fähigkeiten und eigene Motivation für einen Job aufzuschreiben, kann Berge versetzen… Jetzt haben wir so viel von Selbstbewusstsein gesprochen, aber verwechsel dies bitte niemals mit Überheblichkeit. Es ist gut, wenn du Werbung in eigener Sache machst, aber übertreibs nicht!

Worauf du sonst noch achten solltest:
Wenns einem gut geht, ist man auch selbstbewusster, also gönn dir vor dem Vorstellungsgespräch ne ordentliche Mütze Schlaf, informier dich schon am Tag vorher wie lange der Weg bis zum Unternehmen ist und leg dir dein Outfit zurecht. So hast du schlicht und ergreifend mehr Zeit und weniger Stress. Und wo wir gerade beim Outfit sind - sauber und elegant ist ja klar, das ist aber noch lange kein Grund sich zu verkleiden. Leg dir also etwas zurecht, worin du dich auch wohlfühlst. Verzichte am Tag vorher auf den heiß geliebten Knoblauch im Essen und auch auf die Zigarette auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch. Sonst in dein erster Eindruck womöglich noch ein leicht unangenehmer Geruch. Während des Vorstellungsgesprächs solltest du auf deine Körpersprache achten, du willst ja nicht wie ein Schluck Wasser in der Kurve dasitzen. Nimm außerdem Augenkontakt mit deinem Interviewpartner auf, du sprichst ja schließlich nicht mit dir selbst.

Und wenn du jetzt trotz der guten Vorbereitung total nervös ins Vorstellungsgespräch gehst, haben wir noch einen Tipp für dich: Gib’s einfach zu! Sätze wie “Entschuldigen Sie, ich bin wirklich ein bisschen aufgeregt” machen dich authentisch. Es ist ja schließlich nichts Schlimmes zu zeigen, dass einem etwas an dem Job liegt!

Tipp: Verhalten beim Vorstellungsgespräch

Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Kommen wir nun zur Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch. Der Personaler wird dann so etwas sagen wie: ‘Erzählen Sie doch mal etwas über sich’. Jetzt bist du dran und kannst eine Brücke zwischen den Anforderungen des Jobs und deinen Fähigkeiten und Erfahrungen schlagen.

Was in deiner Selbstpräsentation enthalten sein sollte: Name, Alter, Wohnort, Ausbildung und eventuell Schwerpunkte oder Interessen innerhalb der Ausbildung, praktische Erfahrungen, gegebenenfalls Auslandserfahrungen und inwiefern das alles zum Job und zum Unternehmen passt. Oder in anderen Worten: Wer bin ich? Was kann ich? Und wo will ich hin?

In der Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch wirst du logischerweise den Hauptredeanteil haben. Wenn dich das jetzt schon ins Schwitzen bringt, dann überleg dir vorher schonmal was du ungefähr sagen willst und übe das Ganze vor dem Spiegel, vor einem Freund oder vor Mama und Papa.

Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch: Beispiel

Genug geredet. Hier haben wir ein Beispiel für eine Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch für dich vorbereitet:

'Wie Sie ja bereits wissen bin ich die Babette Beispiel. Ich bin 23 Jahre alt und ich komme aus Köln und wohne hier auch aktuell. Nach meinem Abitur war ich für 12 Monate mit weltwärts in Indien und habe in einem Kinderheim als Englischlehrerin gearbeitet. Das war eine tolle Erfahrung für mich, einerseits natürlich, weil ich so meine Englischkenntnisse verbessern konnte, aber auch weil ich lernen konnte, Verantwortung für Andere zu übernehmen und vor einer relativ großen Menschenmenge frei und selbstsicher zu präsentieren. Jetzt gerade habe ich meinen Bachelor in Kommunikationswissenschaften beendet. Das Studium war genau das Richtige für mich, weil wir hier auch viele praktische Projekte hatten. Mein Praxissemester habe ich beispielsweise bei der Agentur XY absolviert und war dabei für die Pressemitteilungen zuständig. Hier konnte ich meine Organisations- und Präsentationsfähigkeiten maßgeblich ausbauen. Das war auch der Moment, indem ich gemerkt habe, dass mir die Arbeit in der Presseabteilung total gut gefällt und ich auch nach meinem Studium in dem Bereich arbeiten möchte. Daher habe ich auch mein Abschlussprojekt XY der Öffentlichkeits- und Pressearbeit gewidmet. Ich glaube, dass ich Ihr Team gut ergänzen kann, weil ich als junge Absolventin viel Motivation und frischen Wind mitbringe, aber durch mein Studium und meine praktische Erfahrung trotzdem kein Neuling in der Öffentlichkeitsarbeit bin.'

Wenn du noch nicht so viel Erfahrungen hast, wie Babette ist das nicht schlimm. Jeder fängt mal irgendwo an! Auch frühere Nebenjobs, die zwar inhaltlich nichts mit der Stelle zutun haben, zeigen, dass du schon früh Verantwortung übernommen hast. Dein Hobby kannst du, wenn es wichtige Eigenschaften unterstützt, natürlich auch im Vorstellungsgespräch erwähnen. Wenn es für den Job beispielsweise von Bedeutung ist im Team zu arbeiten und du seit Jahren Mannschaftssport betreibst, ist es doch gut zu wissen, dass du auch im Privatleben ein echter Teamplayer bist.

Elevator-Pitch-Methode in deiner Bewerbung

Die Elevator-Pitch-Methode lässt sich bei verschiedenen Szenarien anwenden, unter anderem eben in deiner Bewerbung oder genauer gesagt im Vorstellungsgespräch.

Sie basiert auf der Idee, eine Person im Aufzug zu treffen, zum Beispiel deinen zukünftigen Chef und während der Fahrt im Aufzug von dir überzeugen zu müssen. Das bedeutet deine Zeit dich vorzustellen ist knapp bemessen, du musst es auf den Punkt bringen statt rumzulabern. Auch hier gilt es die drei oben genannten Fragen zu beantworten:

  • Wer bin ich?

  • Was kann ich?

  • Wo will ich hin?

Natürlich musst du jetzt nicht den nächstbesten Aufzug suchen, um darin wildfremden Menschen einen vom Pferd zu erzählen. Probe deine Selbstpräsentation fürs Vorstellungsgespräch einfach Zuhause und stoppe die Zeit. Du solltest nicht mehr als 3 Minuten brauchen, denn dein Gegenüber will danach vielleicht noch Rückfragen stellen.

Vorstellungsgespräch: Fragen und Antworten

Kommen wir nun zum nächsten Abschnitt des Vorstellungsgesprächs - zu den Fragen des Personalers an dich und zu deinen Antworten darauf.

Wichtig erstmal vorab:

Wenn du mal nicht sofort eine Antwort parat hast, lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Vor dir sitzt ein Mensch, der auch mal aufgeregt in einem Vorstellungsgespräch saß. Bitte einfach um ein wenig Zeit zum Nachdenken, oder re-formuliere die Frage noch einmal. Das ist Allemale besser als ein 'Ähm' oder 'Das weiß ich nicht'. Mache dir außerdem klar, dass die meisten Fragen keine Richtig-oder-falsch-Fragen sind. Es geht darum dich kennenzulernen.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch

Wir kennen sie alle - die typischen Fragen in einem Vorstellungsgespräch. Hier sind daher ein paar Beispiele für die Bestseller unter den Bewerbungsfragen:

FRAGEN ZUR MOTIVATION

  • Warum wollen Sie diesen Job?
    Überlege dir vorher, warum du den Job willst. Natürlich solltest du nicht erwähnen, dass du dich noch bei 22 anderen Unternehmen beworben hast, es geht aber auch nicht darum, zu beteuern der Job wäre der Einzige für dich. Erkläre, inwiefern du dich mit dem Job und dem Unternehmen identifiziert, inwiefern er dir neue Chancen bietet und was dich an der Möglichkeit sonst noch motiviert. Jetzt kannst du beweisen, dass du dich vorher mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast.

  • Warum sollten wir Sie einstellen?
    Ja, warum eigentlich? Überleg dir das auf jeden Fall vorher, denn diese Frage wird gerne gestellt. Du kennst die Fähigkeiten, die in der Stellenausschreibungen gefragt sind, also fasse nochmal zusammen, was du mitbringst und passe es den Anforderungen an. Nenne gerne eine konkrete Situation, um das Ganze zu belegen.

  • Warum wollen Sie Ihren bisherigen Job aufgeben?
    Rede hier bitte nicht schlecht über deinen alten Arbeitgeber oder Job. Auch solltest du nicht die bessere Mensa, oder mehr Urlaubstage als Motivation erwähnen. Welche Vorteile bietet der neue Job dir gegenüber dem alten? Vielleicht ist er anspruchsvoller oder du hast bessere Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Was denken Sie über Ihren letzten Arbeitgeber?
    Selbst wenn du deinen letzten Arbeitgeber echt s****** findest, das ist nicht der Zeitpunkt dies preiszugeben! Rede niemals schlecht über deinen ehemaligen Arbeitgeber, das lässt dich unseriös wirken. Konzentriere dich auf die positiven Aspekte deines alten Jobs und erzähle, was du bisher lernen konntest. Du kannst natürlich erwähnen, was beim neuen Unternehmen für dich noch besser passt und warum es nun Zeit ist, sich weiterzuentwickeln.

FRAGEN ZUR PERSÖNLICHKEIT

  • Wo sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen?
    Weil wir's hier mit einem regelrechten Promi unter den Vorstellungsgespräch-Fragen zu tun haben, findest du weiter unten einen eigenen Abschnitt zu diesem Thema.

  • Was war Ihr größter Misserfolg/Fehler und wie sind Sie damit umgegangen?
    Die Frage ist mit Absicht sehr offen gehalten, um dich aus dem Konzept zu bringen. Überraschung - es geht hier aber keinesfalls, darum dass du vor 2 Jahren mit der Steffi Schluss gemacht hast und zur Ablenkung angefangen hast zu häufig auf schlechte Tinder Dates zu gehen. Beschränke deine Aussage auf ein berufliches Ereignis, oder eines aus deiner Ausbildung, was am besten schon ein Weilchen zurückliegt. Dann kannst du erklären, was du daraus gelernt hast und warum dir dieser Fehler kein 2. Mal passiert ist. Sätze wie: “Ich hab noch nie einen Fehler gemacht” sind einfach Quatsch. Du bist ein Mensch mit Ecken und Kanten, der Personaler will wissen ob du diese reflektieren und an ihnen arbeiten kannst und nicht, dass du ein fehlerloses Wesen bist.

  • Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
    Schwierige Frage, ne? Hier musst du nicht erzählen, dass du jetzt mit dem Leon verheiratet bist, ihr euch ein Reihenhaus und einen Zwergdackel gekauft habt und du Marketing Manager in der Firma XY bist. Wenn du nicht ganz genau weißt, wie du die Frage beantworten sollst, musst du gar nicht so spezifisch werden. Indem du beispielsweise sagst was für Fähigkeiten, du dir bis dahin angeeignet haben möchtest, in welchem Bereich du diese gerne einsetzten würdest und das dies auch der Grund ist, warum der Job so gut passen würde, zeigst du, dass du ambitioniert bist. Das sagt auch irgendwie mehr über dich aus, als der Zwergdackel.

  • Was stört Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?
    ‘Ich mag alle Menschen so, wie sie sind’ klingt zwar ganz putzig, aber du bist ja schließlich nicht meine 4-Jährige Nichte. Streichen wir diese Antwort also schonmal. 5 Minuten über eine gewisse Eigenschaft herziehen und dann nicht mal eine Antwort auf das ‘... und wie gehen Sie damit um?’ haben, ist auch eher schlecht. Versuchen wirs also mal mit der goldenen Mitte. Wichtig ist erstmal, dass du die Frage nicht zu persönlich nimmst, denn es geht nicht darum, was dich an deinen Familienmitgliedern oder Freunden stört, sondern um nervende Eigenschaften bei der Arbeit. Zum Beispiel mangelndes Engagement, Intoleranz oder fehlende Stressresistenz. Überlege dir ehrlich, wie du damit umgehen würdest - zum Beispiel Ruhe bewahren und jemanden höflich auf etwas hinweisen.

  • Wie sieht der ideale Arbeitsplatz für Sie aus?
    Arbeitest du lieber im Team oder alleine oder kommts auf den Arbeitsauftrag dahinter an? Brauchst du genaue Anweisungen und jemanden, der dir alles erklärt oder gehst du Dinge lieber alleine an und fragst bei Bedarf nach Hilfe? Durch deine Recherche über Unternehmen und Job weißt du schon einiges, kombiniere dieses Wissen mit deiner ehrlichen Meinung. Du weißt, dass es in dem Job viel Projektarbeit mit anderen Mitarbeitern gibt? Gute Kommunikation und Teamarbeit sind dir persönlich wichtig? Na dann, erwähne genau das doch auch.

FRAGEN ZUM UNTERNEHMEN

  • Was und wie wollen Sie zum Erfolg unseres Unternehmens beitragen?
    Überlege, was überhaupt die Ziele deiner Stelle und deiner Abteilung sind, sowohl langfristig, als auch kurzfristig. Welche deiner Qualifikationen oder Soft Skills stechen heraus und wie konntest du diese schonmal gewinnbringend nutzen? Du musst hier keine lange Aufzählung machen, eine aussagekräftige Eigenschaft oder ein Beispiel reichen vollkommen aus.

  • Was wissen Sie über uns?
    Hier gehts tatsächlich um Fakten, Fakten, Fakten. Du darfst jetzt also alles runterbeten, was du so über das Unternehmen weißt. Das kann unter anderem Folgendes sein: Gründer und Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Standorte, welche Produkte/Dienstleistungen werden angeboten und welcher Branche ist die Firma vertreten, welche Ziele werden verfolgt und wer ist die Zielgruppe, mit welchen Partnern wird kooperiert und wer ist die Konkurrenz, was weißt du über die Unternehmensphilosophie und wie war die bisherige Laufbahn des Unternehmens (Krisen und Erfolge).

STRESSFRAGEN

Stressfrage, heißen nicht aus Versehen so. Sie sollen genau das machen - dich stressen, um zu sehen, wie du mit dem Stress umgehst. Hier gilt es Ruhe zu bewahren und nicht in die Offensive zu gehen - du musst dich nicht rechtfertigen. Hier sind ein paar Beispiele für Stressfragen:

  • Warum haben Sie so lange studiert?
    Ehrlichkeit ist zwar gut, wenn der Grund für deine drei Semester mehr aber zu viele WG-Parties waren, erwähne dies lieber nicht. Wie gesagt, du musst dich hier nicht rechtfertigen - wenn der Recruiter mit deinem Lebenslauf nicht einverstanden wäre, hätte er dich nicht eingeladen. Falls du also länger studiert hast, als die Norm ist, überlege dir vorher, welchen nachweisbaren Grund du nennen kannst. Zum Beispiel Auslandserfahrung, die für das Studium gar nicht vorgesehen war, ein freiwilliges Praktikum, ein Sprachkurs, ein (gut begründeter) Studienwechsel, die Erkrankung eines Familienmitglieds, soziales Engagement, welches du sehr ernst genommen hast oder deinen Blog, den du gut pflegst. Wie immer gilt aber, dass du natürlich nichts erfinden sollst - das fliegt nämlich früher oder später eh auf. Versuche, einfach eine schlüssige Begründung zu präsentieren, die zeigt, dass du in der zusätzlichen Zeit irgendwas Produktives gemacht hast.

  • Sie haben schon einige Praktika absolviert, warum wurden Sie nie übernommen?
    Es gibt zahlreiche Gründe nach einem Praktikum nicht übernommen zu werden. Oft ist das auch gar nicht die Intention hinter einem Praktikum, zum Beispiel während des Studiums. Oder die Arbeit hat dir zwar gefallen, aber du hast dich letztendlich trotzdem für einen anderen Bereich entschieden. Auch wirtschaftlich Bedingungen können einen Grund darstellen, zum Beispiel kann sich das Unternehmen es überhaupt nicht leisten seine Praktikanten zu übernehmen. So oder so, du kennst die Gründe am besten. Auch hier gilt, ziehe niemals über ein Unternehmen, oder deinen Chef aus dem Praktikum her - dann wirkst du eher wie ein frustrierter 3. Klässler, der die schlechte Note auf die böse Lehrerin schiebt und nicht wie ein ernst zu nehmender Kandidat für die Stelle.

  • Ich sehe da eine Lücke im Lebenslauf, wie kommt das?
    Wenn du eine Lücke im Lebenslauf hast, hast du dich nicht gründlich genug auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet und signalisiert, dass dir der Job nicht so wichtig ist. Diese Frage kannst du also vermeiden, indem du beim Lebenslauf erstellen gründlich arbeitest. Wenn du auf den Link klickst, helfen wir dir gerne dabei. Sollte die Frage dennoch vorkommen, dann versuche einfach nachvollziehbare zu erklären, was du Produktives in dieser Zeit gemacht hast. Die Lücke ist also auch ein Weltuntergang - hätte sie den Personaler total gestört, hätte er dich schließlich gar nicht eingeladen.

BRAINTEASER

Brainteaser sind wohl die etwas ungewöhnlicheren Fragen in einem Vorstellungsgespräch. Häufig handelt es sich um Logikrätsel, Fangfragen, mathematische Aufgaben und Schätzfragen. Der Personaler will mit diesen Fragen herausfinden, wie du an Probleme herangehst und wie du zu einer Lösung gelangst. Auch hier gibts meistens kein richtig oder falsch, außer so etwas wie: “Das ist mir zu kompliziert. Keine Ahnung” - das zeigt, wie du an Probleme herangehst, und zwar gar nicht. Lass dich von der Komplexität der Frage nicht erdrücken und nimm dir deine Zeit. Stelle wenn nötig Nachfragen und denke laut, sonst weiß ja niemand, wie du zu deinem Ergebnis gekommen bist. Auch wenn das Ergebnis für dich logisch ist, begründe es. Beispiele für Brainteaser im Vorstellungsgespräch sind:

  • Wie viele Gärten gibt es in Deutschland?

  • Wie viele Tiere nahm Moses mit auf die Arche?

  • Du sollst aus einem Fass Suppe genau 4 Deziliter servieren. Du hast aber nur eine 5-Deziliter-Kelle und eine 3-Deziliter-Kelle. Wie schaffst du das?

  • Wie schwer ist Manhattan?

Eigene Rückfragen im Vorstellungsgespräch

Personaler fragen nicht aus Spaß: ‘Haben Sie noch Fragen an mich?’. Denn eigene Rückfragen solltest du immer stellen, egal wie informativ das Vorstellungsgespräch bis dahin schon war. Das zeigt nämlich, dass du Interesse am Job und Eigeninitiative hast. Außerdem hast du jetzt das erste Mal die Möglichkeit mehr zu erfahren, als durch Website und Co. Eigene Rückfragen im Vorstellungsgespräch können sein:

  • Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre in der Abteilung bzw. dem Unternehmen allgemein beschrieben?

  • Wie sieht die übliche Einarbeitungsphase im Unternehmen aus?

  • Warum wollen Sie diese Stelle mit einem Studenten besetzen?

  • Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Fortbildungsmöglichkeiten an?

  • Warum ist die Stelle gerade neu zu besetzen?

  • Wie lange hat mein Vorgänger in der Position gearbeitet?

  • Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Arbeit und an dem Unternehmen?

  • Warum arbeiten Sie für das Unternehmen?

  • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?

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Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch

Jay, da ist er, der Superstar unter den Bewerbungsfragen - die Frage nach Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch. Oft kommt die Frage auch getarnt, beispielsweise als: ‘Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?’ oder ‘Was würden Ihre Arbeitskollegen an Ihnen kritisieren?’.

Erstmal vorab - sei auf jeden Fall ehrlich, du sollst nicht vorgeben etwas zu sein, was du nicht bist. Dafür ist es auch wichtig, in deinem Bewerbungsschreiben nur Eigenschaften zu nennen, die du wirklich besitzt. Denn auf diese kommt der Personaler im Vorstellungsgespräch womöglich zurück.

Schwächen im Vorstellungsgespräch

Fangen wir mal mit deinen Schwächen im Vorstellungsgespräch an. Du musst dich hier schwächentechnisch nicht nackig machen, eine, allerhöchstens zwei Schwächen reichen.

Welche Schwächen kannst du beim Vorstellungsgespräch angeben?

Eigenschaften, die dich für den Job disqualifizieren würden, solltest du im Vorstellungsgespräch natürlich nicht nennen. Ein Eventplaner mit fehlender Stressresistenz oder eine Psychologin ohne Einfühlungsvermögen sind beispielsweise schlecht. Wörter wie ‘hin und wieder’ oder ‘gelegentlich’ kannst du dosiert verwenden, um zu verdeutlichen, dass du beispielsweise nicht grundsätzlich ein ungeduldiger Mensch bist, sondern eben nur hin und wieder. Bitte versuche nicht, deine Stärken als Schwächen zu verkleiden, indem du zum Beispiel sagst, du seist ‘zu nett’, ‘zu perfektionistisch’ oder ‘überpünktlich’ - das sind keine Schwächen und das weiß der Personaler auch. Es ist viel sinnvoller, eine Schwäche zuzugeben, denn das heißt, du bist dir dieser bewusst und setzt dich mit deinen Mängeln auseinander. Wenn du an dieser Schwäche arbeitest, dann erzähle wie.

Hier sind ein paar Beispiele, wie du deine Schwächen im Vorstellungsgespräch verpacken kannst:

  • Mir fällt es relativ schwer, vor großen Gruppen etwas zu präsentieren. Ich werde dann nervös und fühle mich unwohl. Ich habe mir über die Zeit aber ein paar Dinge angewöhnt, die mir das leichter machen. Zum Beispiel eine bestimmte Atemtechnik, damit ich Ruhe bewahre und eben eine sehr gründliche Vorbereitung, bei der ich die Präsentation vorher mehrmals durchgehe.

  • Ich kann manchmal ganz schön direkt sein. Ehrlichkeit und Direktheit werden zwar oft als etwas Positives gesehen, aber dafür müssen Aussagen natürlich auch feinfühlig formuliert werden. Ich versuche daher Gesagtes rücksichtsvoller und freundlicher zu verpacken.

Stärken im Vorstellungsgespräche

So und nun kommen wir zur anderen Seite der Frage - zu den Stärken, die du im Vorstellungsgespräch preisgeben sollst. Erstmal ist es natürlich gut, wenn du zur Stelle passt, wenn du also Eigenschaften mitbringst, die für den Job wichtig sind, solltest du diese natürlich erwähnen. Versuche, ein gutes Mittelmaß zu finden - du sollst zwar Werbung für dich machen, Begriffe wie 'perfekt' oder 'fehlerlos' haben hier aber nichts zu suchen, denn sie wirken überheblich.

Welche Stärken kannst du beim Vorstellungsgespräch angeben? Belege deine genannten Stärken im Vorstellungsgespräch zum Beispiel so:

  • Ich kann gut unter Stress arbeiten. Bei meinem Praktikum bei XY habe ich festgestellt, dass die näher rückende Deadline für das Jahresprojekt mich sogar zu besseren Leistungen angespornt hat.

  • Meine Kreativität hilft mir häufig einfallsreiche Lösungen zu entwickeln. Dadurch sehe ich Probleme eher als neue Herausforderung und nicht als Belastung. Bei meiner Ausbildung beispielsweise habe ich eine Brainstorming-Wand initiiert - die festgehaltenen Ideen, haben so manche Schwierigkeiten gelöst und auch die Teamarbeit gestärkt.

Assessment Center im Vorstellungsgespräch

Das Assessment Center lässt sich wohl als eine komplexere Form der Personalauswahl beschreiben. Vor allem große Unternehmen und Konzerne nutzen dieses, um die Eignung der Bewerber für eine bestimmte Position beurteilen zu können.

Das Assessment Center besteht aus mehreren Aufgaben und kann je nach Unternehmen zwischen einem Tag und drei Tagen dauern. Sobald du eine Einladung zum Assessment Center erhältst, solltest du dich auch darauf vorbereiten. Mach dich also mit dem Ablauf und möglichen Aufgaben bekannt, so hast du, wenn's drauf ankommt schonmal eine grobe Idee was du machen musst, und bist nicht total überrumpelt. Die Dinge, die fürs Vorstellungsgespräch wichtig sind, spielen natürlich auch hier eine große Rolle - informiere dich über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle und plane deine Anreise vorab. Außerdem solltest du dich mit den Tagesnachrichten auf dem Laufenden halten, denn diese dienen schonmal als Fallbeispiele bei Übungen.

Assessment Center

Wie läuft so ein Assessment Center denn nun ab?

Das Ganze beginnt mit einer Vorstellungsrunde bzw. Selbstpräsentation. Wie auch im Vorstellungsgespräch stellst du dich hier kurz und knackig vor, alle wichtigen Infos und ein Beispiel zur Selbstpräsentation findest du etwas weiter oben! Der Unterschied hier ist, dass meist alle Bewerber dabei anwesend sind, sodass die Interviewer sich schon ein erstes Bild von den verschiedenen Kandidaten machen können.

Danach geht es oft mit einer Gruppendiskussion weiter. Hier bekommt ihr eine Thematik vorgegeben, die dann kontrovers diskutiert werden soll. Wenn du deinen Standpunkt vertrittst, achte darauf, dass du auch einen klaren hast und nicht unschlüssig zwischen unterschiedlichen Argumenten hin und her springst. Und wie immer ist es wichtig Ruhe zu bewahren - denn du befindest dich nun mit deinen Konkurrenten in einem erschaffenen Konkurrenzverhältnis. Lass dich auf Provokationen nicht ein und achte darauf, dass die Diskussion nicht zu hitzig wird. Denn hier soll es ja eigentlich um gute Kommunikation und die Darstellung verschiedener Perspektiven gehen. Die Prüfer werden außerdem darauf achten, wie viel du von dem Sachverhalt verstehst und natürlich wie du in der Gruppendiskussion auftrittst - bist du zurückhaltend oder übernimmst du die Gesprächsführung, lässt du dich leicht provozieren oder reagierst du besonnen, wie überzeugend bist du und wie viel Kooperationsbereitschaft bringst du mit.

Statt oder zusätzlich zur Gruppendiskussion gibt es häufig auch Einzel- oder Gruppenaufgabe mit anschließender Präsentation. Die Reihenfolge kann dabei natürlich je nach Unternehmen variieren. Hier erhältst du Material zu einem unternehmens- oder gesellschaftsrelevanten (z.B. aus den Tagesnachrichten) Thema und musst anschließend die Lösung präsentieren. Wenn es sich um eine Gruppenarbeit handelt, wird hier besonders auf deine Teamfähigkeit und darauf welche Rolle du im Team einnimmst, geachtet. Ansonsten wollen die Prüfer sehen wie strategisch du vorgehst, wie dein Fachwissen und natürlich deine Präsentationsfähigkeit ist. Die Vorbereitungszeit ist meist knapp bemessen und es werden während der Präsentation oft Zwischenfragen gestellt, um die Stressresistenz der Bewerber auf die Probe zu stellen.

Kommen wir nun zu den Assessment Center Übungen. Das können beispielsweise Konzentrations- und Intelligenztests sein. Die wohl bekannteste Übung ist allerdings die Postkorbübung. Dabei wird eine Arbeitssituation simuliert und deine Organisations- und Entscheidungsfähigkeit in stressigen Situationen getestet. Du bekommst ein Szenario genannt, einen Zeitrahmen und einen vollen “Postkorb” - sprich zahlreiche Termine, E-Mails, Notizen und ToDos. Deine Aufgabe ist es, nun zu entscheiden, wie du mit welchen Aufgaben umgehst - was bearbeitest du als Erstes, was verschiebst du nach hinten und was gehört womöglich gar nicht in deine Abteilung. Wichtig ist, dass du Ruhe bewahrst und so zeigst, dass Stresssituationen kein Problem für dich sind. Danach folgt meist ein kurzes Gespräch, in dem du deine Entscheidungen erläuterst.

Der nächste Schritt ist das Rollenspiel. Hierbei handelt es sich meist um ein fiktives Mitarbeiter- oder Kundengespräch. Die Thematik und welche Rolle du übernimmst, hängt natürlich von dem Unternehmen und der Position, auf die du dich beworben hast, ab. Oft handelt es sich um etwas ungemütliche Szenarien, wie die Kritik eines unzufriedene Kunden oder einen Konflikt unter Arbeitskollegen. Wenn dein Gegenüber dich kritisiert, gilt es nicht impulsiv zu reagieren, sondern versuchen das Problem diplomatisch zu lösen. Schließlich wird hier deine Konfliktfähigkeit, dein Einfühlungsvermögen und deine Kompromissbereitschaft unter die Lupe genommen.

Und zu guter Letzt - das Einzelinterview. Hier sollst du deine Leistungen im Assessment Center meist selber einschätzen. Du hast also die Möglichkeit, missglückte Aufgaben etwas geradezurücken und positive Eindrücke zu betonen. Auch die Prüfer werden dir dann ein Feedback geben. Außerdem kann es sein, dass ähnlich wie im klassischen Vorstellungsgespräch auch hier nach deinen Stärken und Schwächen, sowie deiner Motivation gefragt wird.

Telefoninterview

Das Telefoninterview wird immer beliebter, denn es erspart dem Unternehmen Zeit und Geld. Bei einer großen Anzahl an Bewerbern kann es also sehr praktisch sein schonmal eine Vorauswahl zu treffen. Außerdem bietet es die Gelegenheit eventuelle Fragen zu deinem Lebenslauf oder Bewerbungsschreiben schnell zu klären. Im Normalfall wirst du per E-Mail zu einem Telefoninterview eingeladen, wie beim Vorstellungsgespräch also. Es gibt allerdings auch Personaler, die dich überraschend anrufen werden - wenn du schon auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet bist, kannst du hier mit Spontanität punkten. Wenn es dir aber noch nicht passt, darfst du hier auch um einen neuen Termin bitten, versuche diesen aber am besten zeitnah zu vereinbaren, damit du nicht in Vergessenheit gerätst.

Telefoninterview Vorstellungsgespräch

Du solltest dich auf ein Telefoninterview immer genauso gut wie auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, denn es entscheidet darüber, ob du zum Assessment Center oder eben zum persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Der Ablauf ist meist ähnlich wie im Vorstellungsgespräch, nur etwas kürzer gehalten. Du wirst zunächst gebeten, dich kurz vorzustellen - eine Selbstpräsentation also. Danach folgen einige Fragen des Personalers, zum Beispiel zu deiner Motivation und deinen Qualifikationen. Auch hier hast du am Ende des Gesprächs die Gelegenheit eigene Rückfragen zu stellen. Fall du mehr über die Selbstpräsentation oder eigene Rückfragen wissen möchtest, lies dir einfach den oberen Abschnitt dazu durch. Auch die Fragen, die in einem Telefoninterview gestellt werden, sind denen im Vorstellungsgespräch sehr ähnlich.

Hier sind trotzdem nochmal einige Beispiele:

  • Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

  • Warum interessiert Sie gerade diese Stelle?

  • Erzählen Sie mir etwas über sich, dass nicht in Ihrem Lebenslauf steht.

  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?

  • Warum sind Sie der ideale Kandidat für diese Stelle?

Was du sonst noch beachten solltest:

Sorge dafür, dass du an einem ruhigen Ort bist und weder du, noch der Personaler von Hintergrundgeräuschen abgelenkt wird. Höflichkeit ist wie auch beim Vorstellungsgespräch das A und O - unterbrich deinen Interviewpartner nicht und denk auch dran, dass du gerade nicht mit einem Kumpel quatschst und dich dementsprechend artikulierst.

Auch wenn du wahrscheinlich gerade Zuhause sitzt, hilft es, sich etwas Vernünftiges anzuziehen und das Ganze nicht in Jogginghose auf der Couch zu machen - denn Körperhaltung und Klamottenwahl färben sich unterbewusst auch aufs Verhalten ab und machen selbstbewusster.

Viel lächeln hilft, selbst wenn der Personaler dich nicht sieht, kommt eine positive Stimmung bei ihm trotzdem an. Stelle dir außerdem etwas zu trinken bereit und nutze den Vorteil, dass dich niemand sieht - wenn es dir hilft deinen Lebenslauf, Notizen zu eigenen Rückfragen oder sonstige Unterlagen im Blick zu haben, dann breite sie vor dir aus.

Verabschiede dich mit persönlicher Ansprache beim Personaler, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Zum Beispiel so: ‘Vielen Dank für das nette Gespräch Frau Fantasie’.

Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Wenn du dich auf einen Job beworben hast, bei dem das Gehalt nicht feststeht, also beispielsweise kein Studentenjob bei dem klar ist, dass du 11€ die Stunde verdienst, solltest du dich auf die Frage nach deinen Gehaltsvorstellungen auf jeden Fall vorbereiten. Wäre ja ziemlich doof, wenn du dich auf einmal in einer Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch wiederfindest, mit der du nicht gerechnet hast und dich total unter oder über Wert verkaufst. Die Frage nach deinen Gehaltsvorstellungen kommt dabei meistens am Ende eines Vorstellungsgesprächs. Warte darauf bis der Personaler dich aufs Thema Geld anspricht, anstatt selber danach zu fragen.

Wie verhandelt man am besten sein Gehalt?

Du solltest dich vorher auf jeden Fall über typische Gehälter in der Branche und der Position informieren. Beachte dabei auch, wie viel Berufserfahrung du mitbringst. Je höher die Qualifikationen, desto besser sind auch die Chancen für ein gutes Einstiegsgehalt. Du solltest dir auch überlegen, was deine Gehaltsuntergrenze ist, denn so hast du klare Grenzen und ärgerst dich im Nachhinein nicht über zu niedrig verhandeltes Gehalt im Vorstellungsgespräch.

Wenn das Gehalt sehr viel niedriger ausfällt, als du erwartet hast, überstürze hier nichts und bitte um etwas Bedenkzeit. Der Personaler wird fast immer versuchen, dich herunterzuhandeln, also lege dir die passenden Argumente zurecht, um deine Gehaltswünsche zu begründen. Sieh dich als etwas, dass du zum höchstmöglichen Preis verkaufen möchtest, und erkläre, warum du dieses Gehalt wert bist. Trotzdem solltest du nicht auf Teufel komm raus auf deinen ersten Vorschlag beharren, es heißt ja schließlich Gehaltsverhandlung und nicht Wunschkonzert.

Als Tipp: Du kannst deine Gehaltsvorstellung auch schon in deinem Bewerbungsschreiben angeben.

Zweites Vorstellungsgespräch

Die Einladung für ein zweites Vorstellungsgespräch wirft bei vielen einige Fragen auf:

  • Was bedeutet ein zweites Vorstellungsgespräch?

  • Und wie bereite ich mich am besten darauf vor?

Aber fangen wir mal von vorne an. Erstmal Glückwunsch zur Einladung! Das bedeutet zwar, dass du beim Vorstellungsgespräch überzeugen konntest, aber anscheinend nicht genug, um jetzt schon den Arbeitsvertrag unterschreiben zu können. Es handelt sich also keinesfalls um einen Selbstläufer, denn höchstwahrscheinlich wurden auch einige andere Bewerber zum zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen. Wir haben ein paar Tipps und Tricks für dich, wie du dich auf ein zweites Bewerbungsgespräch vorbereitest.

Um zu wissen, wie du dich optimal auf ein zweites Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst, ist es vollkommen legitim, dich nach der Einladung telefonisch über den Ablauf und die teilnehmenden Personen zu erkundigen. Außerdem solltest du die Informationen, die du vor dem ersten Bewerbungsgespräch gesammelt hast, noch einmal auffrischen und dich an dein Vorstellungsgespräch zurückerinnern. Schreibe dir vielleicht einfach mal auf, was gut lief, was nicht so gut lief und worauf der Personaler besonders Wert gelegt hat. Dann kannst du beim zweiten Mal darauf achten, die selben Fehler nicht noch mal zu machen. Auch sonst solltest du dir zu Herzen nehmen, was wir schon für das erste Vorstellungsgespräch empfohlen haben, unter anderem also Höflichkeit, vernünftige Kleidung und ein selbstbewusstes Auftreten.

Übe deine Selbstpräsentation nochmal und bereite dich darauf vor, dass ähnliche Fragen, wie im ersten Gespräch noch einmal gestellt werden, denn wahrscheinlich triffst du hier auf neue Gesichter. Diese sind häufig hochrangige Entscheidungsträger, dich sich selber einen Eindruck von dir machen wollen. Trotzdem solltest du natürlich nicht nochmal alles runter spulen, so wie beim letzten Mal. Stelle Bezüge zum ersten Vorstellungsgespräch her: Zum Beispiel indem du offene Fragen beantwortest, Thematiken vertiefst oder Dinge geraderückst. Du gibst also mehr von dir Preis, anstatt nur das Gleiche wie zuvor und machst Teil 2 von dir damit noch spannender. Es geht aber nicht darum, auf einmal ganz andere Eigenschaften oder Ähnliches zu präsentieren: Bleib dir treu und bleib authentisch, unterstreiche das Ganze nur nochmal neu.

Möglicherweise bekommst du beim zweiten Vorstellungsgespräch auch eine kurze Tour durch das Unternehmen oder es findet ein gemeinsames Mittagessen statt. Bei der Tour ist es wichtig, Interesse an deinem möglichen Arbeitsplatz zu zeigen und Rückfragen zu stellen. Beim Mittagessen will man dich einfach besser kennenlernen, achte hier besonders auf gute Tischmanieren.

Allgemein lässt sich sagen, dass du mit hohen Anforderungen rechnen solltest. Es können beispielsweise Rollenspiele, Fangfragen oder Dialoge auf einer Fremdsprache vorkommen. Auch im zweiten Vorstellungsgespräch werden gerne Brainteaser verwendet. Wenn ähnliche Fragen wie im ersten Vorstellungsgespräch vorkommen, solltest du von deiner Antwort natürlich nicht abweichen, aber versuchen etwas ausführlicher zu antworten. Oft wollen Personaler mehr in die Tiefe gehen, es kann also sein, dass du gebeten wirst deine Motivation, oder bestimmte Abschnitte deines Lebenslaufs detailreicher zu erläutern, als zuvor.

Was fragt man beim zweiten Vorstellungsgespräch?

Hier ist es wichtig, am Ende des Gesprächs eigene Rückfragen zu stellen. Wenn du beim letzten Mal also eine Frage vergessen hast oder gerne nochmal auf einen Punkt des zweiten Vorstellungsgesprächs eingehen würdest, ist das der richtige Zeitpunkt dafür. Das Ende des zweiten Vorstellungsgespräches kannst du ebenfalls mit einer Frage einleiten. Zum Beispiel mit: ‘Wann kann ich frühstens mit einer Antwort Ihrerseits rechnen?’ oder ‘Was wären nun die nächsten Schritte in Ihrem Bewerbungsprozess?’.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinem Vorstellungsgespräch! Du packst das!

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