YoungCapital Blog für Unternehmen

Die heutige Welt ist schnelllebig, impulsiv und unvorhersehbar. Sie befindet sich im ständigen Wandel. Neue Technologien, Innovationen und Konzepte prägen die aktuelle Wirtschaft, und Unternehmen sehen sich stets neuen Herausforderungen gegenübergestellt.
Damit diese Herausforderungen auch mit Bravur gemeistert werden können, sind Unternehmen auf ihre wichtigste Ressource angewiesen. Dem Herz und der Seele einer jeden Firma. Dem Mitarbeiter.
Damit jedoch die Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten können, ist ein umfassend integrierter Führungsstil des Managements notwendig. Doch reichen die veralteten, starren Führungsstile des Industriezeitalters in dieser schnelllebigen Wirtschaft nicht mehr aus. Heutzutage muss der Fokus eines jeden Unternehmens auf deren Flexibilität liegen. Und da heißt es auch schon einmal, Fehler machen.

Planung der Unternehmensstrategie

Was steckt dahinter?

Das Grundprinzip von “Fail fast, learn fast, improve fast” ist relativ schnell erklärt. Mitarbeiter sollten beginnen zu handeln und nicht davor zurückschrecken, Fehler zu machen. Das schnelle Handeln wiederum ermöglicht ein schnelles Feedback auf die gesetzten Maßnahmen, wodurch die Mitarbeiter sofort die Performance ihrer Aktivitäten erkennen können. Dieses Wechselspiel zwischen Handlungen und Feedback wiederholt sich immer und immer wieder und der Erfolg wird Schritt für Schritt gesteigert.

Aber Achtung! Der Begriff “fail fast” sollte die Mitarbeiter nicht dazu motivieren, Fehler zu begehen. Natürlich sollte der Erfolg das Ziel eines jeden Mitarbeiters sein. Und Fehlschritte auf dem Weg zum Erfolg sollten nicht zu leichtfertig eingesteckt werden. Fehler sollte man sich zu Herzen nehmen, verkraften und daraus eine Lehre ziehen.
Denn wie heißt es so schön: “Aus Fehlern lernt man”.

Doch was ist denn nun ein solcher Fehler? Versucht sich ein Baby an dessen erste Schritte und fällt auf den Boden, steht es auf und versucht es erneut. Dann kann man nicht von einem Fehler reden. Fällt es jedoch auf den Boden und versucht nicht wieder aufzustehen, sieht die Sache anders aus.
Wir sprechen hier von Fehlern, die daraus resultieren, dass Risiken in Kauf genommen wurden. Denn nur dann kann man daraus eine Lehre ziehen. Die Intention beim Handeln eines jeden Mitarbeiters muss die Erreichung des gemeinschaftlichen oder individuellen Ziels sein. Tätigt man dann einen Fehlschritt, lernt man aus dieser Erfahrung, vermeidet denselben Fehler in Zukunft und verfolgt weiterhin das Ziel.

Warum entscheidet man sich dafür?

Doch aus welchem Grund sollten die Mitarbeiter dazu motiviert werden, Risiken einzugehen und Fehler zu machen?

Aktuell ist die Wirtschaft aufgrund neuer Technologien und Innovationen im steten Wandel. Unternehmen haben Zugriff auf eine schier unendliche Anzahl an Daten und Informationen des Marktes. Doch wo fängt man da an?
Trotz der zahlreichen Möglichkeiten diese Daten zu messen, ist es beinahe unmöglich, Aktivitäten am Markt vorherzusehen und infolgedessen die richtigen Maßnahmen zu setzen. Genaue Vorhersagen sowie die Planungen der Aktivitäten sind oft äußerst zeitaufwendig und stellen trotzdem keine Garantie für das richtige Handeln dar. Das ist das Stichwort für “fail fast, learn fast, improve fast”.

Trotz aller Vorbereitungen und Datenerhebungen kann man sich nie wirklich sicher sein, wie der Markt auf die Maßnahmen letztendlich reagiert. Diesem Problem wirkt das Prinzip des schnellen Scheiterns jedoch entgegen. Mithilfe von unmittelbarem, wiederholtem Feedback ist es möglich, seine Aktivitäten ganz an die Anforderungen des Marktes anzupassen.
Aus diesem Grund kann schnelles Handeln und das darauffolgende Feedback ein Projekt schneller zum Ziel führen, als langwierige Vorbereitungen und der vergebliche Versuch der Perfektionierung des Vorhabens.
Und letztendlich verhilft einem “Fail fast, learn fast, improve fast” nicht nur zu einer höheren Effizienz, sondern erhöht auch die Effektivität des gesamten Unternehmens.

Entfaltung der Mitarbeiterkompetenzen

Wo liegt der Haken?

Alles schön und gut, doch wenn dieses Konzept so erfolgreich zu sein scheint, warum verfolgt dann nicht jedes Unternehmen diesen Führungsstil?
Das Problem liegt hier bei der inkonsequenten und fälschlichen Durchsetzung des Managements. Das Konzept des schnellen Scheiterns muss unmissverständlich und klar an die Mitarbeiter kommuniziert werden. Mitarbeiter sollten nicht dazu gedrängt werden, Projekte und Aktivitäten einfach nur schnell abzuschließen und daraufhin zum nächsten Projekt wandern. Am wichtigsten ist es, dass man aus einem Fehlschritt lernt und dieselben Fehler in Zukunft vermieden werden können.
Neben den Mitarbeitern gilt ja auch Zeit als eine der kostbarsten Ressourcen eines Unternehmens. Sobald jedoch die Mitarbeiter ihre Projekte zu schnell abschließen wollen, kann die Qualität der Ergebnisse sowie die Kreativität der Mitarbeiter darunter leiden.

Somit sollte das eigentliche Ziel dieses Konzepts nicht das schnelle Scheitern an sich sein, sondern das Lernen von falschen Entscheidungen und der schrittweisen Vorgehensweise als Reaktion auf Fehler.
Auch Thomas Edison hat die Glühbirne nicht vom einen auf den anderen Tag erfunden. Er versuchte es immer und immer wieder und lernte aus seinen Fehlern. Erst nach unzähligen Fehlversuchen und den daraus gewonnen Erkenntnissen gelangte er schließlich ans Ziel.

Hat “Fail fast, learn fast, improve fast” eine Zukunft?

Aufgrund des rasanten Wandels in der Arbeitswelt müssen Unternehmen heutzutage anpassungsfähig sein. Starre Führungsstile sowie unflexibles managen der Mitarbeiter befinden sich auf dem absteigenden Ast. Eine neue Sichtweise muss her. Ob nun Lean Management, Agiles Management oder auch “Fail fast, learn fast, improve fast” - Unternehmen müssen sich entscheiden, welchen Weg sie einschlagen möchten und diesen dann auch konsequent verfolgen.
Ob der gewählte Führungsstil letztendlich eine Fehlentscheidung war, erfährt man nur im Laufe der Zeit.

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