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Bald ist es wieder so weit. Der Sommer ist vorüber und unzählige Studenten begeben sich wieder zurück in die Lehrsäle. Doch nicht allen genügt der Studienalltag. Ganz im Gegensatz zum Klischee des faulen und arbeitsscheuen Studenten, sind viele dieser High Potentials auf der Suche nach einer Werkstudententätigkeit neben dem Studium. Und das machen sich Unternehmen zunutze.

Doch wie ticken diese Werkstudenten? Worauf legen sie Wert, wo tritt man am besten in Kontakt mit ihnen und wie können Unternehmen letztendlich Werkstudenten für sich gewinnen?

Werkstudenten sitzen an den Notebooks und lachen

Einsatzbereich eines Werkstudentens

Natürlich sind nicht alle Positionen in einem Unternehmen bestens geeignet für einen Werkstudenten. Da der Fokus eines jeden Werkstudenten auf dem Studium liegen und eine Werkstudententätigkeit lediglich als Nebenbeschäftigung gelten sollte, muss eine passende Stelle bestimmte Anforderungen erfüllen.

Zum einen dürfen Werkstudenten während der Vorlesungszeit nicht länger als 20 Stunden in der Woche arbeiten. Auch die Arbeitszeiten sollten flexibel gestaltbar sein, da die Verfügbarkeiten der Werkstudenten zwischen stressigen Prüfungsphasen und lockeren Semesterferien stark variieren können.

Dementsprechend eignen sich für Werkstudenten unterstützende Tätigkeiten eher als Führungspositionen. Die Durchführung von Umfragen, das Betreuen von Social Media Kanälen oder das Arbeiten auf Events sind konkrete Beispiele für Werkstudenten-Tätigkeiten.


Erwartungen eines Werkstudenten

Heutzutage reicht ein angemessenes Gehalt nicht mehr aus, um einen Werkstudenten für sich zu gewinnen. Natürlich spielt das Geld eine große Rolle, aber auch andere Aspekte können einen Werkstudenten ins Unternehmen führen.

Werkstudenten sind darauf angewiesen, dass ihre Arbeit bestmöglichst mit dem eigenen Studium zu vereinbaren ist. Können sie sich die Arbeit möglichst selbst einteilen, sind Werkstudenten viel eher dazu geneigt, bei einem Unternehmen zu arbeiten. Auch der Wohnort sollte nicht allzu weit entfernt von der Arbeitsstätte sein, weswegen Unternehmen sich vor allem auf das Akquirieren von Studenten der nächstgelegenen Universität fokussieren sollten. Ist die Entfernung zur Arbeit für den Werkstudenten zu groß, kann aber auch das Zauberwort “Home-Office” die Hürde ins Unternehmen überbrücken.

Werkstudent mit Kopfhörer sitzt vor dem Notebook und arbeitet

Wie Sie geeignete Werkstudenten finden

Einfach abwarten, bis sich ein Werkstudent beim Unternehmen bewirbt, ist nicht mehr zeitgemäß. Nun ist das Zeitalter des Active Sourcings angebrochen. Das heißt, Unternehmen suchen aktiv nach passenden Werkstudenten. Doch wo fängt diese Suche an?

Social Media

Wo trifft man am ehesten auf Studenten? Richtig: Im Internet, oder besser gesagt: in sozialen Netzwerken. Und diesen Aspekt machen sich Unternehmen zunutze.

Ob nun Anzeigen auf Facebook & Co. geschaltet werden oder in verschiedenen Facebook-Gruppen nach potenziellen Kandidaten gesucht wird, Möglichkeiten den idealen Werkstudenten zu erreichen gibt es wie Sand am Meer. Was das Ganze besonders attraktiv für die Recruiter macht: Kampagnen können äußerst präzise auf die gewünschte Zielgruppe ausgerichtet werden. Ist der Recruiter beispielsweise auf der Suche nach einem neuen Werkstudenten für das Betreuen der eigenen Social Media Seiten, kann er einfach einer Gruppe mit den passenden Kandidaten beitreten und die Stelle dort posten. Das Posten in den Gruppen können auch aktuelle Werkstudenten bzw. Mitarbeiter, welche bereits Mitglieder sind, für das Unternehmen übernehmen.

Achtung! Exzessives Posten kann sehr aufdringlich wirken und man wird schnell als “Spam” wahrgenommen.

Karrierenetzwerke

Auch das Rumstöbern in Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn gilt als vielversprechend. Hier dreht sich alles um die Karriere. Und natürlich tümmeln sich unter den Networkern auch einige Werkstudenten, welche meist kurz vor dem Abschluss stehen oder gerade das Studium abgeschlossen haben. Entspricht das Profil eines potenziellen Werkstudenten den Ansprüchen des Recruiters, so kann der Kandidat unmittelbar über das Netzwerk oder per E-Mail kontaktiert werden.

Tipp: Studenten neigen eher dazu, eine E-Mail zu beantworten, als auf Nachrichten in den Karrierenetzwerken zu reagieren.

Hochschulen

Natürlich gibt es keinen Ort, an dem mehr Studenten zu finden sind als an einer Hochschule. Um Studierende als potenzielle Mitarbeiter zu gewinnen, können Recruiter verschiedene Plattformen nutzen. Zum einen ist es auch heutzutage noch möglich, das altbewährte “Schwarze Brett” als Aushängeschild zu gebrauchen. Zum anderen können Unternehmen auf Events an den Hochschulen präsent sein und persönlich den Kontakt mit den Studenten suchen.

Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Zudem können Unternehmen das private bzw. Berufliche Netzwerk anzapfen. Des Öfteren kennen die eigenen Mitarbeiter potenzielle Kandidaten aus dem Bekanntenkreis oder dem Studium für die Stelle als Werkstudent. Da Mitarbeiter das eigene Unternehmen am besten repräsentieren können, schadet es bestimmt nicht, sich einmal in den eigenen Reihen umzuhören. Denn niemand empfiehlt das Unternehmen an einen Bekannten weiter, wenn er nicht selbst von diesem überzeugt ist.

Konversation zwischen Studenten mit Sonne im Hintergrund

Vorteile von Werkstudenten

Unternehmen profitieren auf zahlreiche Art und Weisen von der Einstellung eines Werkstudenten. Werkstudenten genießen zum Beispiel besondere sozialversicherungsrechtliche Sonderregelungen, weshalb sie dem Unternehmen eine Menge Kosten ersparen können. Doch neben den Kostenersparnissen profitieren Unternehmen auch von den bereits erlangten Arbeitserfahrungen, die sie bereits in vergangenen Praktika oder Werkstudentenjobs erlangt haben. Und natürlich bringen Werkstudenten jungen Schwung und lassen die Eindrücke und Ideen der neuen Generationen ins Unternehmen einfließen.

 

Schlummerndes Potenzial

Letzten Endes profitieren beide Seiten von einer Werkstudententätigkeit. Zum einen gewinnt der Werkstudent an Praxiserfahrung und stockt seine Geldbörse fürs Studium etwas auf. Zum anderen gewinnt das Unternehmen eine wertvolle Arbeitskraft und dies zu relativ geringen Kosten.
Vor allem aber errichten Unternehmen das Fundament für einen langfristigen Mitarbeiter. High Potentials, welche flexible Arbeitszeiten sowie einen willkommenen Verdienst genießen und denen zugleich das nötige Know How der Branche bereitgestellt wird, tendieren gerne dazu, später in diesem Unternehmen Fuß zu fassen.

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