YOUNGCAPITAL BLOG

Schreiben kann fast jeder Student, doch mit guten Texten Geld verdienen noch lange nicht. Allerdings ist es, wenn du es schaffst, ein ziemlich cooler Studentenjob, den du auf selbstständiger Basis betreiben kannst. Die zeitliche Flexibilität ist unschlagbar, und pro Wort bezahlt zu werden heißt auch selbst zu bestimmen, wie viel du verdienst. Zwischen den Vorlesungen eine Stunde Zeit? Abends noch nichts vor? Alles klasse Zeitfenster, um an deinen Texten zu basteln und deinen Auftraggebern Geschriebenes zu liefern. Wie dir der Einstieg als Texter gelingt, ist jetzt Thema.

Eine Frau sitze neben einem offenen Fenster am Laptop.

Mach dich fit für den Textermarkt

Online gibt es viele Möglichkeiten, mit Texten Geld zu verdienen. Allerdings herrschen einige Regeln, die du kennen solltest, um auch während des Studiums schon als ernstzunehmender Dienstleister wahrgenommen zu werden.

Gewerbe als Nebenerwerb anmelden

Wenn du online Texte verkaufst, arbeitest du oft nach sehr konkreten Vorgaben. Katalogtexte, Kategorietexte für Websites, Artikelbeschreibungen oder Produktvorstellungen sind klassische Beiträge eines Online-Texters. Aus steuerlicher Sicht bedeutet das, dass du gewerblich arbeitest und entsprechend ein Gewerbe anmelden musst. Zudem benötigst du eine Steuernummer. Die bekommst du bei deinem Wohnsitzfinanzamt. Informiere dich über die Vorschriften zur Rechnungstellung und schaffe dir am besten eine gute Software an, mit der du diese erstellst. Das erspart die Rechenfehler und stellt sicher, dass du alle gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Erstellung ordnungsgemäßer Rechnungen berücksichtigst.

Wichtig: Wer hingegen als Autor arbeiten will, ist freiberuflich tätig. Freiberufler zeichnen sich dadurch aus, dass sie schöpferisch tätig sind und über eine besondere Qualifikation verfügen. Sie schreiben zum Beispiel Essays oder Bücher – also prinzipiell freie Texte ohne enge Vorgaben seitens des Auftraggebers. In diesen Fällen ist keine Gewerbeanmeldung nötig. Hier reicht die Anmeldung beim Finanzamt. Ob du freiberuflich oder gewerblich tätig bist, musst du unbedingt vorab klären, denn das wirkt sich auf deine steuerliche Einstufung aus. Das geht kostenfrei mit einem Anruf bei deinem zuständigen Finanzamt oder du machst einen Termin bei einem Steuerberater deines Vertrauens.

Auftraggeber mit flexibel abrufbaren Jobs

Eine sehr komfortable Situation für Online-Texter neben dem Studium ist die Arbeit für einen Auftraggeber, der seine Jobs in einem Portal 24/7 verfügbar bereitstellt. Das bedeutet, dass du zu jeder Zeit, die dir passt, auf offene Aufträge zugreifen und diese in deinem Tempo bearbeiten kannst.

Eine Frau in gelbem Pullover tippt auf einem Laptop.

So kommst du in einer Textbörse als Student an Aufträge

Wenn du bei einer Textbörse Texte schreiben und Geld verdienen möchtest, dann kannst du dich dort online bewerben. Über das Portal deiner Wahl erhältst du einen Auftrag zur Probe, anhand dessen die Qualität deiner Fähigkeiten eingestuft wird. Es geht dabei um den Sprachstil, die Rechtschreibsicherheit, deine Auffassungsgabe und die Umsetzungstreue des Briefings. Die Bewertung führt zu einer Einstufung, die beispielsweise von zwei Sternen bis 5 Sternen reicht. Die Verdienstmöglichkeiten orientieren sich am Wortpreis. Bis zu 23,50 Euro sind für 500 Wörter drin. Das entspricht in etwas 1,5 Seiten und kostet je nach Begabung und Routinelevel zwischen 45 und 120 Minuten. Viel länger sollte es nicht dauern, denn dann ergibt sich ein unattraktiver Stundenlohn. Übrigens: Auch Lektoren können sich hier bewerben. Du könntest mit ein wenig Erfahrung später sogar die Bachelorarbeiten deiner Kommilitonen lektorieren.

Vorteile von Textbörsen

Die Vorteile von Textbörsen liegen auf der Hand, hier folgen die 4 wichtigsten:

1. höchstmögliche Flexibilität: zwischen Vorlesungen und in Vorlesungsfreien Zeiten kannst du so viel schreiben, wie du möchtest

2. anpassbare Einnahmen: Hast du mehr Zeit, kannst du mehr Geld verdienen. So lässt sich der nächste Kurztrip leicht finanzieren oder genug Geld für das nächste Semester beiseitelegen.

3. kurzfristige Auszahlung des Guthabens

4. keine ständige Akquise

Grundlegende Fähigkeiten eines Texters erlernen

Texter müssen schreiben können, das ist klar – nicht wie eine Hausarbeit, aber Recherche und die Kunst des Formulierens werden schon ähnlich hochgeschätzt. Aber was bedeutet das eigentlich? Wenn du Texte für das Internet schreibst, gelten einige besondere Regeln. Du musst beim Schreiben immer die Zielgruppe im Auge behalten, denn die variiert von Publisher zu Publisher stark. Zur Erklärung: Als Publisher wird die Website bezeichnet, auf der dein Text veröffentlicht wird.  Diese Aspekte zeichnen einen guten Texter aus:

  • Dein Text muss sich in die vorhandenen Texte einfügen, muss den Sprachstil aufnehmen und darf nicht aus dem Rahmen fallen. Es geht nicht darum, deine einzigartige Begabung als Texter zu präsentieren, sondern den bestmöglichen Text für das Publisher-Portal zu erstellen.
  • Texter schreiben grammatisch richtig und prüfen jeden Text auf Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler. Das geht über die Autokorrektur bei Word oder über spezielle Onlinetools. Im Zweifel hilft der Duden – und NUR der Duden, denn der ist in der Branche allgemein anerkannt.
  • Texter wissen mit Begriffen wie Füllwörter, Nominalstil, Umgangssprache, unpersönliche Sprache, Passiv oder Hilfsverb etwas anzufangen. In der Regel sind diese Dinge in Texten nicht gerne gesehen, weil sie einen schlechten Schreibstil kennzeichnen. Tipp: Es gibt Tools zur Prüfung des Schreibstils, wie beispielsweise dieses Textanalysetool.

Fazit: Wer texten will und damit schon neben des Studiums Geld verdienen möchte, muss lernfähig sein und die besonderen Anforderungen kennen, um selbstständig erfolgreich zu sein.

Teile diesen Artikel

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.

Beliebte Beiträge