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Das Abitur hast du in der Tasche. Fehlt nur noch ein abgeschlossenes Studium, um deinen Erfolg zu krönen und dir den Weg in die Arbeitswelt zu ebnen. Dank Studiengebühren und Lebenshaltungskosten wird der Uni-Traum jedoch schnell zur finanziellen Herausforderung für die ganze Familie. Ein Stipendium kann Abhilfe schaffen und wertet obendrein deinen Lebenslauf auf. Lies hier, was du bei Auswahl und Bewerbung beachten musst.

graduate students

 

Was ist ein Stipendium?

Unter einem Stipendium ist allgemein die Unterstützung von Schülern, Studenten, Wissenschaftlern, Künstlern oder Sportlern in ihrer Aus- und Weiterbildung zu verstehen. Zumeist ist diese Unterstützung finanzieller Natur: Als Empfänger des Stipendiums (Stipendiat) wird dir einmalig oder monatlich ein Geldbetrag auf dein Konto überwiesen, den du einsetzen kannst, um Studiengebühren zu bezahlen, Lernmittel zu kaufen oder deinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Dieses Geld musst du – anders als beim BAföG, einem Kredit oder einem anderen Studiendarlehen – nicht zurückzahlen.
Es gibt aber auch Stipendien, die dich in Form von geldwerten Leistungen oder ideeller Förderung unterstützen. Das können beispielsweise kostenlose Seminare, Büchergeld oder der Zugang zu studienrelevanten Datenbanken sein.

Wer vergibt Stipendien?

In Deutschland gibt es aktuellen Schätzungen zufolge über 2.000 Stipendiengeber. Am bekanntesten sind die dreizehn Begabtenförderungswerke. Sie vergeben Stipendien im Rahmen eines Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an Studenten aller Fachrichtungen. Die Höhe des ausgezahlten Geldbetrags ist ans BAföG angelehnt und richtet sich somit nach deinen individuellen finanziellen Verhältnissen. Aktuell stehen dir maximal 735 monatlich Euro zur Verfügung. Zusätzlich erhältst du eine Studienkostenpauschale in Höhe von 300 Euro.
Seit 2011 gibt es außerdem das bundesweit verfügbare Deutschlandstipendium für begabte Studenten staatlicher und staatlich anerkannter Hochschulen. Als Stipendiat erhältst du hier 300 Euro monatlich, zusammengesetzt aus Geldern des Bundeshaushalts und privater Förderer.
Darüber hinaus bieten auch zahlreiche private Hochschulen, Unternehmen, Verbände, kulturelle Einrichtungen und Stiftungen Stipendien an. Anlaufstellen, die dich über unterschiedliche Stipendiengeber informieren können, sind beispielsweise die Studienberatung deiner Hochschule, deine Stadtverwaltung oder deine ehemalige Schule. In der e-fellows.net-Stipendien-Datenbank kannst du außerdem ganz leicht online in über 1.000 Einträgen nach dem für dich passenden Stipendium suchen.

Wie bewerbe ich mich für ein Stipendium?

Ein Stipendium fällt leider niemandem in den Schoß. Aufgrund der Vielzahl an Stipendiengebern stehen deine Chancen jedoch oftmals gar nicht schlecht. Hast du ein passendes Stipendium gefunden, lohnt sich eine Bewerbung auf jeden Fall – auch, wenn du nicht mit Bestnoten glänzen kannst. Schließlich suchen manche Stiftungen ihre Stipendiaten nach ganz anderen Kriterien aus. Das kann beispielsweise dein soziales oder politisches Engagement oder auch ein kultureller Hintergrund sein.
In den meisten Fällen ist eine aktive Bewerbung nötig. Dass eine Stiftung von selbst an dich herantritt oder du aufgrund einer Empfehlung von einem verkürzten Bewerbungsverfahren profitieren kannst, ist der Ausnahmefall. Wie ein solches Bewerbungsverfahren abläuft, unterscheidet sich von Stipendiengeber zu Stipendiengeber. Hier solltest du dich unbedingt zuvor auf der jeweiligen Website informieren. Erwartet werden meist ein Motivationsschreiben, dein Lebenslauf und ein Gutachten. Für die Anfertigung eines Gutachtens findest du oftmals Formulare mit festen Fragen auf der Website der Stiftung, an denen du dich orientieren kannst.
Doch wann ist der beste Zeitpunkt, sich für ein Stipendium zu bewerben? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Für manche Stipendien musst du dich bereits Monate vorher bewerben und hast pro Jahr nur ein oder zwei Bewerbungsfristen. Andere Stipendien werden kurzfristiger oder sogar laufend vergeben.
Für Studienanfänger gilt: Du solltest deine Bewerbung nicht auf die lange Bank schieben, um möglichst lange von der Förderung profitieren zu können. Spätester Zeitpunkt für die Bewerbung ist das vierte Semester. Für ein Stipendium im Master muss deine Bewerbung vor der Aufnahme des Studiums eingehen.

Kann ich mehrere Stipendien kombinieren?

Grundsätzlich sind Stipendien von unterschiedlichen Förderungen nicht kombinierbar. In manchen Fällen ist zwar nach individueller Absprache eine Doppelförderung möglich, finanzielle Unterstützung bekommst du jedoch immer nur von einem Stipendiengeber. Erschwert wird eine Parallelförderung vor allem dadurch, dass sich einige Stiftungen aufgrund ihrer politischen oder konfessionellen Ausrichtung nicht miteinander "vertragen". So sind parallele Bewerbungen in der Regel nur bei Kombinationen aus einer politischen/konfessionellen Stiftung und unabhängigen Förderwerken sinnvoll, denn ein wahlloses Bewerben bei mehreren Stipendiengebern kann auch schnell nach hinten losgehen.

Kann ich trotz Stipendium neben dem Studium arbeiten?

Ja, das ist möglich. Allerdings solltest du dich auch hier vor Antritt eines Jobs bei deinem Stipendiengeber erkundigen. Bist du Stipendiat bei einem der dreizehn großen Begabtenförderungswerke darf deine Nebentätigkeit den Bruttobetrag von 400 Euro monatlich nicht überschreiten. Unkomplizierter ist die Regelung beim Deutschlandstipendium. Dieses ist vollkommen einkommensunabhängig.

e-fellows.net vergibt das erste Online-Stipendium Europas. Dieses lässt sich frei mit anderen Förderprogrammen kombinieren. Bewirb dich jetzt und profitier von geldwerten Leistungen wie der kostenlosen Teilnahme an Online-Kursen und Webinaren, dem Zugriff auf Datenbanken wie beck online sowie Praktikums- und Jobangeboten und werde Mitglied der e-fellows.net community.

 

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