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Konzentration, bitte!

Wer in diesen Tagen die Unibibliothek betritt oder gar versucht, einen Lernraum für sich oder seine Lerngruppe zu organisieren, trifft überall auf Menschen, die sich hochkonzentriert über ihre Bücher beugen. Die Luft ist schwer, es riecht nach verbrannten Hirnzellen. Es ist Prüfungszeit und damit die letzte Hürde vor den Semesterferien. Einigen erscheint sie ziemlich hoch, nahezu unüberwindbar.

Die folgenden Last-Minute-Tipps sollen helfen, deine Lernzeit aufzuwerten. Manche mögen klingen wie ein alter Hut, aber sie stehen nicht umsonst in jedem Ratgeber! Los geht’s:

1. Mach das Lernen zu einem Tagespunkt

Okay, der Tipp ist echt alt. Aber der Trick ist, es wirklich durchzuziehen. Geh nicht nur alibi-mäßig in die Bibliothek, um deine Zeit dort abzusitzen. Lege stattdessen ein genaues Zeitfenster für dein Studium fest. Es muss nicht der ganze Tag sein. Wenn du die Zeit hast, ist es besser, die Lernphase auszudehnen: So brauchst du nur ein paar Stunden pro Tag zu lernen und hast den Rest frei. Beginne deine Lernzeit, indem du dir ganz klar sagst: “Das ist jetzt meine Zeit zum Lernen!“ – so als würdest du eine geistige Haltung einnehmen, in der dich niemand stören kann.

Noch ein Tipp: Wenn du Schwierigkeiten hast, tatsächlich mit dem Lernen *anzufangen*, trickse dich selbst aus, indem du dir vornimmst: „Ich mache erstmal nur 30 Minuten.“ 30 Minuten klingen viel weniger einschüchternd als 3 Stunden. Sie klingen machbar. Und das ist es auch! Nach 30 Minuten werden die nächsten 30 Minuten nicht mehr so schwierig sein. Irgendwann hörst du auf, so oft auf die Uhr zu sehen: Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt im „Flow“!

Lernraum The Fizz Berlin

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2. Finde den perfekten Ort zum Lernen

Der perfekte Lernort kann für jeden etwas anderes sein. Manche konzentrieren sich am besten zu Hause an ihrem eigenen Schreibtisch. Andere brauchen die produktive, aber reizarme Umgebung eines Lernraums oder der Unibibliothek. Ich persönlich fand den perfekten Ort zum Schreiben der Masterarbeit… mitten in einem öffentlichen Café. Die Hintergrundmusik, die Gespräche der Gäste, das Geklappere des Geschirrs vermischten sich zu einem „Weißen Rauschen“, das half mich auf meine Themen zu fokussieren. Hab keine Angst anzuerkennen, dass die Totenstille der Unibib nicht die richtige Umgebung für dich ist. Achte nur darauf, dass du genügend Platz hast für alle Materialien und es dort gut für eine Weile aushältst.

Lernraum THE FIZZ Frankfurt

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Allerdings sollte deine Umgebung keine Ablenkung für dich darstellen. Was mich zu Tipp Nr. 3 führt:

3. Gehe offline

Gemeint sind jegliche elektronische Geräte, etwa Smartphone, Laptop, Tablet (falls nicht zum Studium benötigt – andernfalls schalte die Internetverbindung aus), aber auch Fernseher, sogar Musik, sofern du sie nicht als Konzentrationsstütze nutzt. Obwohl ich durchaus eine gewisse Geräuschkulisse um mich herum haben will, kann ich beim Lernen keine Musik hören. Hier muss jeder seine eigenen Vorlieben finden.

Und ich brauche ja wohl nicht zu erwähnen, dass Social Media, Chats oder andere Apps Gift sind für deine Lernphase, oder!?

4.  Schreibe mit der Hand

Das klingt antiquiert, und es ist wohl nicht für jedes Studienfach anwendbar. Aber Umfragen zeigen, dass das Schreiben per Hand die Erinnerungsfähigkeit steigert, indem es den Aufbau von neuen Nervenverbindungen im Gehirn stimuliert. Wenn du es nicht gewohnt bist viel zu schreiben, wird deine Hand am Anfang recht schnell müde werden. Versuche trotzdem, den Muskel zu trainieren. Ganz nebenbei wirst du auch lernen, Informationen zu clustern und thematische Zusammenhänge zu visualisieren.

5. Eins nach dem anderen

Ein weiterer No-Brainer, sagst du? Warte, bis du fertig gelesen hast. 

Tagtäglich sind wir vielen verschiedenen (Kommunikations-)Medien ausgesetzt. Ständig haben wir das Gefühl, irgendwo etwas zu verpassen, wenn wir nicht dauernd mehrere Kanäle gleichzeitig bedienen – das klassische Multitasking. Darüber verlernen wir immer mehr, uns auf nur eine einzige Sache zu fokussieren. Es beginnt sich so anzufühlen, als würde EINE Aufgabe allein unser Gehirn nicht genügend beanspruchen. Wir werden unaufmerksam und fahrig, lassen uns leicht ablenken. Unglücklicherweise funktioniert unser Gehirn am besten, wenn es sich eine zeitlang völlig auf eine einzelne Sache konzentrieren kann. 

Auch wenn die Liste der Themen, die du in dein Gedächtnis pressen musst, lang ist: Du hast das meiste davon, wenn du dir eine Sache nach der anderen vornimmst. Thema für Thema, Kapitel für Kapitel, Absatz für Absatz. Wenn deine Gedanken nach vorne galoppieren, mache kurz Pause. Erlaube deinem Kopf, sich in dem Tempo mit dem Stoff auseinanderzusetzen, das er braucht.

Vielleicht stellst du (trotz aller Bemühungen) fest, dass du einfach zu spät mit dem Lernen angefangen hast. Die Menge an Stoff ist einfach zu viel für die verbliebene Zeit. Erstmal: durchatmen! Versuche, den Rest der Zeit mit den oben genannten Punkten so produktiv wie möglich zu gestalten – ohne dir die Nächte um die Ohren zu schlagen. 

Das waren unsere 5 Tipps für eine erfolgreiche Lernzeit.

Wir wünschen allen viel Erfolg für eure Prüfungen und schöne, wohlverdiente Semesterferien!

Bildquellen: THE FIZZ

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