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Adieu, Zunder! Mit deinem 25. Geburtstag fällt nicht nur das Kindergeld weg, sondern es kommen auch andere finanzielle Veränderungen auf dich zu. Mit welchen Ausgaben du rechnen kannst und was du dabei Wichtiges beachten solltest, das erfährst du hier.

 

Wichtig! Um diese Versicherungen solltest du dich spätestens mit 25 selbst kümmern

Nicht umsonst sagt man über die Deutschen, sie wären bis an die Zähne versichert. Schließlich ist es ein gutes Gefühl, sich für den Fall der Fälle gewappnet zu wissen.

Beginnen wir mit den Basics. An einer Krankenversicherung führt kein Weg vorbei, wenn du in Deutschland leben und arbeiten willst. Als Kind übernehmen deine Eltern das für dich, doch spätestens mit 25 musst du selbst entscheiden, ob du dich lieber gesetzlich oder privat versichern willst.

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Spätestens mit 25 darfst und kannst du nicht mehr in der gesetzlichen Familienversicherung deiner Eltern mitversichert sein, auch, wenn deine Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist. Solltest du noch studieren, kannst du dich zu vergünstigten Konditionen selbst studentisch versichern, allerdings höchstens bis du 30 wirst. Je nach Krankenkasse musst du dafür rund 90€ im Monat einplanen - das ist schon eine Hausnummer! Doch jammern nützt nichts, denn was muss, das muss.
  • Private Krankenversicherung: Hast du dich zu Beginn deiner Ausbildung dazu entschieden, privat versichert zu sein, so ändert sich daran bis zu deinem Abschluss nichts. Es spielt also keine Rolle, wie alt du bist, denn die private Krankenversicherung gilt für die gesamte Studiendauer. Von den Studententarifen kannst du maximal bis zu einem Alter von 34 Jahren profitieren.

 

Im Gegensatz zur Krankenversicherung sind die folgenden Versicherungen freiwillig. Trotzdem ist es smart, sich frühzeitig Gedanken zu machen und hier und jetzt von kostengünstigen Angeboten zu profitieren, bevor es zu spät ist.

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Work hard, play hard, insure hard

  • Privathaftpflichtversicherung: Und täglich grüßt das Murmeltier: Auch bei der Haftpflicht gilt der Familientarif, sofern ihn deine Eltern abgeschlossen haben, du unter 25 bist und dich noch in der Erstausbildung befindest. Klassischerweise wird die Haftpflicht von vielen Studierenden einfach komplett vergessen, schließlich weist einen im Gegensatz zur Krankenversicherung niemand explizit darauf hin. Dabei ist sie überhaupt nicht teuer: Schon für rund 40-50€ im Jahr erhältst du einen umfassenden und ziemlich wichtigen Schutz, solltest du zum Beispiel deinen Schlüssel verlieren oder in der Uni deinen Kaffee über den Laptop deines Nachbarn vergießen. Absolut wichtig und ziemlich günstig, denn umgerechnet kommt man nicht einmal auf zwei Bier im Monat.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Eine BU muss jeder für sich selbst abschließen, Familienversicherungen gibt es hier nicht. Musst du aus gesundheitlichen Gründen deinen Beruf vor dem Rentenalter aufgeben, sichert dich die BU finanziell ab. Das ist übrigens bei jedem vierten Erwerbstätigen in Deutschland der Fall. Beim Abschluss der Versicherung wird einmalig eine monatliche Rate festgelegt, die sich dein Leben lang nicht wieder ändern wird. Das heißt, je früher du den Vertrag abschließt, desto jünger und gesünder bist du und desto niedriger ist die Rate. Kümmere dich also auf jeden Fall vor Abschluss deiner Ausbildung darum, denn dann fällst du in die günstigste Kategorie, soweit du körperlich fit bist. Achte darauf, dass deine BU eine Nachversicherungsmöglichkeit beinhaltet, sodass du deine Leistungen nachträglich anpassen kannst, sollte sich dein Einkommen erhöhen oder Nachwuchs anbahnen. Ohne diese Möglichkeit wirst du dich einer erneuten Risikoprüfung unterziehen müssen, also einem Gesundheitscheck, und deine monatliche Rate wird gemessen an deinem Alter und deinem gesundheitlichen Zustand höher ausfallen.
  • Hausratversicherung: Solltest du in deiner eigenen Wohnung leben, macht es Sinn, über das Abschließen einer Hausratsversicherung nachzudenken. So bleibst du nach einem Brand oder Einbruchdiebstahl nicht auf den Kosten deiner Möbel, Geräte und Co. sitzen. Wohnst du allerdings in einer WG, ist diese Versicherung meist nicht so wichtig für dich, da sie sich ebenso wie die meiste Einrichtung nicht in deinem Besitz befindet.

 

Du bist Reiseliebhaber oder hast Zähne wie ein Schweizer Käse? Dann könnte eine medizinische Zusatzversicherung das Richtige für dich sein. Auch hier gilt, je früher du sie abschließt, desto niedriger fällt deine monatliche Rate aus, ähnlich wie bei der BU.

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Travel safe, travel far

  • Reisekrankenversicherung: Im Ausland bist du nur teilweise durch deine gesetzliche Krankenkasse versichert, oft auch nur innerhalb der EU und meist bloß für medizinische Basics. Wenn du viel reist, dann schließ doch einfach für wenig Geld, rund 10€ im Jahr, eine Jahres-Reisekrankenversicherung ab und sei im Fall von Unfällen, Krankenrücktransport und Co. geschützt.
  • Zahn: Viele aufwendige Behandlungen oder Zusatzleistungen beim Zahnarzt wie Zahnreinigungen, Füllungen, etc. übernimmt die Krankenkasse nicht oder nur zum Teil. Hier schließt die Versicherung die Lücke zwischen gesetzlich übernommenen Leistungen und tatsächlich anfallenden Kosten.

 

Du hast es geschafft: Das war er, ein kleiner Einblick in den Versicherungsdschungel Deutschland. Deine nächsten Schritte? Schließ dich mit deinen Eltern kurz und bring in Erfahrung, wie die Versicherungssituation in deiner Familie aussieht. Viele der Angebote kannst du übrigens direkt online abschließen, bei der BU lässt du dich aber am besten beraten.

Zum guten Schluss: Die Crème de la Crème der deutschen Versicherungen. Du wirst es kaum glauben, denn von der Zwillingsversicherung, sollte man mehr als nur ein Kind bekommen, über die Hochzeitsversicherung im Falle einer geplatzten Fete bis hin zur Bigamie-Versicherung, sollte dein/e Ehemann/frau einen Seitensprung machen, ist einfach alles möglich… Verrückte Welt!

 

Steuererklärungen, leidig aber lukrativ: Hol dir, was dir zusteht

Je näher dein 25. Geburtstag rückt, desto länger ist dein Studienbeginn her. Wieso das wichtig ist?

Als Student kannst du deine Steuererklärung in der Regel vier Jahre rückwirkend einreichen. Das heißt, du kannst dir heute noch das Geld von 2015 zurückholen. Du hast innerhalb dieser vier Jahre angefangen zu studieren? Perfekt, dann lohnt sich eine SE in jedem Fall, denn auch wenn du keine Belege von der Zeit mehr hast, werden Pauschalen auf Ausgaben wie Umzüge, Materialien und Fahrten zur Uni und Bib gerechnet. Dabei unterschätzt man schnell, wie zügig sich die Euros plötzlich auf dem Konto summieren.

Auch wenn du mit der Ausbildung schon viel früher begonnen hast, lohnt sich die Erklärung so oder so. Du bist noch nicht ganz überzeugt? Gut, dass wir noch einen kleinen Motivationsschub in petto haben.  

Übrigens: Steuererklärungen heutzutage sind schon längst nicht mehr das Dokumentenchaos, das man noch von seinen Eltern früher kennt. Heutzutage geht das mit Hilfe bestimmter Tools wie dem SteuerGuru, das extra für Studenten entwickelt wurde, einfach online und in wenigen Minuten. Damit hast du quasi keine Ausrede mehr. Ab jetzt heißt es also: wichtige Belege aufbewahren und das Onlineformular ausfüllen, ausdrucken, abschicken. Finito.

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