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Bewerbung unterschreiben oder nicht?

Von Christopher B. am 14-03-2019
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Wenn es um Bewerbungen geht, taucht eine Frage immer wieder auf: Sollte man seine Bewerbung unterschreiben oder lieber darauf verzichten? Welche Dokumente betrifft das? Und was soll die Unterschrift überhaupt signalisieren?

Viele Bewerber sind sich unsicher, was in Bezug auf die Unterschrift bei Bewerbungen gilt und welche Variante die richtige ist. Dabei ist diese Detail-Frage wichtiger, als viele denken. Schließlich bestimmt sie darüber mit, wie dein Ansprechpartner deine Bewerbung wahrnimmt. Auch die Details spielen eine Rolle, wenn es darum geht, welche Bewerber auf dem Weg zum Job eine Runde weiterkommen und welche vorzeitig eine Absage erhalten. Wir erklären dir, was bei der Bewerbung in Hinblick auf deine Unterschrift wichtig ist.

Ein offener schwarz-grauer Füller

Um welche Dokumente geht es bei der Unterschrift?

Wenn es um die Frage geht, ob man eine Bewerbung unterschreiben sollte oder nicht, bezieht sich das fast immer auf Anschreiben und Lebenslauf. Das sind aus Sicht von Personalern auch die wichtigsten Bestandteile deiner Bewerbung. Aus dem Anschreiben geht hervor, warum du dich für die betreffende Stelle für geeignet hältst. Daraus sind nicht nur deine wichtigsten Stärken ersichtlich, sondern auch deine Motivation, um bei diesem Arbeitgeber tätig zu werden.

Die andere Seite der Medaille stellt der Lebenslauf dar. Während du im Anschreiben mit Formulierungen und Enthusiasmus überzeugen kannst, stehen hier die Fakten deines bisherigen Berufs- und Bildungswegs schwarz auf weiß auf Papier. Mögliche Schwachstellen und Lücken zu kaschieren ist hier schon schwieriger. Anhand dieses Dokuments erkennt der mögliche Arbeitgeber, ob du fachlich für die angestrebte Stelle geeignet bist oder nicht. Auch bisherige Aufgaben kannst du hier in den Fokus rücken.

In beiden Fällen, dem Lebenslauf und dem Anschreiben, machst du persönliche Angaben. Das sind aus Sicht des Personalers zunächst einmal Behauptungen, denn er weiß nicht, ob sie tatsächlich stimmen. Mit der Unterschrift bestätigst du die Richtigkeit deiner Angaben. Auch das ist kein Garant für den möglichen Arbeitgeber, aber ein Hinweis auf die Korrektheit der Informationen in dem jeweiligen Dokument.

Das spricht dafür, deine Bewerbung zu unterschreiben

Eines vorweg: Es ist kein Zwang, die Bewerbung zu unterschreiben. Auch unter Personalern gibt es dazu unterschiedliche Meinungen. Ob du deine Signatur unter das Anschreiben und/oder den Lebenslauf setzt, ist letztlich allein deine Entscheidung. Eine fehlende Unterschrift führt in den meisten Fällen vermutlich nicht dazu, dass der mögliche Arbeitgeber deine Unterlagen direkt aussortiert. Und dennoch liegt in der Unterschrift die Chance, einer ohnehin überzeugenden Bewerbung den letzten Schliff zu verleihen.

Mit der Unterschrift unter Lebenslauf und Anschreiben bestätigst du, dass alle gemachten Angaben korrekt sind. Besonders in konservativen Branchen oder bei eher konservativ eingestellten Ansprechpartnern hat die persönliche Unterschrift eine große Bedeutung. Du zeigst damit, dass du alle Informationen in Anschreiben und Lebenslauf nach dem Verfassen noch einmal gründlich auf ihre Korrektheit hin geprüft hast. Außerdem wirkt die Unterschrift professionell. Sie kann jedoch noch mehr: Damit gelingt es dir ganz nebenbei, deine Bewerbungsunterlagen noch persönlicher zu gestalten. Darin drückt sich schließlich ein Stück deiner Persönlichkeit aus.

Eine Unterschrift unter dem Anschreiben ist üblich. Es ist eher der Lebenslauf, um den es in Bezug auf die Signatur Diskussionen gibt – hat man nicht schließlich schon das Bewerbungsschreiben unterschrieben? Warum dann noch eine zusätzliche Unterschrift unter den Lebenslauf? Die Antwort ist einfach: weil es niemals schadet, aber damit die Chance einhergeht, einen noch besseren Eindruck mit deiner Bewerbung zu hinterlassen. Es lohnt sich, auf Nummer sicher zu gehen.

Ein Mann in einem hellblauen Hemd unterschreibt ein Blatt Papier mit einem Kugelschreiber.

An welcher Stelle ist die Unterschrift richtig?

Die nächste Frage, die sich Bewerber stellen: Wo sollten sie ihre Unterschrift hinsetzen? Im Anschreiben ist es noch vergleichsweise klar. Die Signatur folgt hinter der Grußformel am Schluss, also etwa: „Mit freundlichen Grüßen, [Absatz, Unterschrift]“. Es ist nicht nötig, den eigenen Namen noch einmal in gedruckter Form darunter zu stellen. Schließlich hast du diesen schon an anderer Stelle im Bewerbungsschreiben notiert – nämlich in deinen Kontaktinformationen. Du solltest bei der Unterschrift jedoch darauf achten, dass dein Vor- und Nachname deutlich lesbar sind.

Beim Lebenslauf ist es schon kniffliger. Aber auch hier steht die Unterschrift am Schluss. Du unterschreibst damit ja die Richtigkeit deiner gemachten Angaben – und das macht nur ganz am Ende Sinn. Die letzte inhaltliche Kategorie im Lebenslauf sind deine persönlichen Interessen und Hobbys. Danach solltest du das Dokument einen Absatz tiefer mit Angaben zu Ort und Datum versehen. Deine Unterschrift kann danach folgen oder auch über Ort und Datum stehen. Wie man auch anhand von professionellen Bewerbungsvorlagen sehen kann, sind beide Varianten gebräuchlich.

Während das Anschreiben maximal eine Seite lang sein sollte, darf der Lebenslauf auch zwei Seiten umfassen. Das wirft die Frage auf, ob das Dokument nur einmal oder auf jeder Seite einzeln unterschrieben werden sollte. Auch hierzu gehen die Meinungen auseinander. Es ist jedoch absolut ausreichend, den Lebenslauf einmal am Ende zu unterschreiben.

Das solltest du bei Papier- und Internet-Bewerbungen beachten

Bewerbungen per Post zu verschicken ist inzwischen selten geworden – vor allem bei jungen Menschen und in bestimmten Branchen. Nichtsdestotrotz bieten viele Firmen nach wie vor diese Möglichkeit, die eigenen Unterlagen bei ihnen einzureichen. Egal, ob du deine Bewerbung per Mail verschickst, sie online hochlädst oder sie klassisch zum Briefkasten bringst – die folgenden Aspekte solltest du in Bezug auf die Unterschrift im Lebenslauf und Anschreiben beachten.

Bei einer Bewerbung, die per Post verschickt wird, kommt dem Stift auch eine gewisse Bedeutung zu, den du für die Unterschrift benutzt. Hier hast du die Wahl, ob du einen Kugelschreiber, Füller oder Fineliner verwendest. Grundsätzlich ist alles geeignet, was deutlich lesbar ist. Ein Bleistift ist hingegen nicht geeignet. Auch bunte Farben sind tabu – verwende blau oder schwarz. Am elegantesten wirkt es, wenn du deine Bewerbung mit einem Füller unterschreibst. Wenn du allerdings keinen zur Hand hast oder überhaupt besitzt, sind auch ein Fineliner oder Kugelschreiber vollkommen in Ordnung.

Wenn du deine Bewerbung digital verschickst, stehst du vor der Frage, wie du deine Unterschrift unter die betreffenden Dokumente setzen kannst. Dazu hast du mehrere Optionen. Einerseits kannst du Lebenslauf und Anschreiben – ohne die Unterschrift – fertigstellen, ausdrucken und dann unterschreiben. Anschließend kannst du die Dokumente wieder einscannen. Genauso ist es denkbar, einfach eine Unterschrift auf ein weißes Blatt zu setzen und dieses einzuscannen. Das kannst du dann in deine Bewerbung einfügen.

Noch leichter ist es, wenn du in einem PDF-Dokument eine Unterschrift erstellst. Etwas Geschick ist dafür erforderlich, weil du beim Schreiben nicht absetzen kannst. Du kannst es jedoch häufiger probieren. Diese Signatur kannst du dann direkt an die gewünschte Stelle setzen. Für Mail-Bewerbungen ist das eine gute Option.

Bewerbungsformulare werden immer beliebter. Hier gibt es nicht immer die Möglichkeit, sie zu unterschreiben. Das geht nur, wenn du PDF-Dokumente hochladen kannst. Ist das nicht der Fall, ist eine Unterschrift keine Option. Weil es gar nicht geht, ist es natürlich auch nicht schlimm, dass deine Bewerbung nicht unterschrieben ist.

Rechtlich macht die Unterschrift keinen Unterschied

Nicht immer stimmen die Angaben, die Bewerber in ihren Bewerbungsunterlagen machen. Rechtlich macht es jedoch keinen Unterschied, ob sie ihre Bewerbung unterschrieben haben oder nicht. Denn wenn du in deiner Bewerbung lügst, ist das fast immer ein Grund für eine fristlose Kündigung. Das gilt unabhängig von deiner Signatur.

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