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Die letzten Jahre hast du dich erfolgreich durchs Studium gekämpft. Du hast Aufwand und Energie in zahlreiche Prüfungen investiert. Dabei hast du dir immer wieder bewiesen, dass du es drauf hast. Nun neigt sich dein Studium dem Ende zu. Die letzten Klausuren sind geschrieben. Nur noch die Abschlussarbeit ist zu schreiben, bis du dein Zeugnis endlich in den Händen halten kannst. Du beginnst, dich mit der Zeit danach zu beschäftigen.

Mit dem Ende des Studiums steht dir ein neuer Lebensabschnitt bevor: das Berufsleben. Du hast riesige Lust endlich loszulegen und zugleich Respekt vor dem „Ernst des Lebens“, der dir prophezeit wird. Mit der richtigen Vorbereitung, einem engagierten Auftreten im Job und der Fähigkeit, deinen Alltag aktiv zu gestalten, wirst du den Übergang ins Berufsleben erfolgreich meistern.

 

Berufseinstieg

 

Phase 0: Den Berufseinstieg richtig vorbereiten

Stelle dir folgende Fragen:

  • Welche Tätigkeiten liegen mir?
  • Wie muss mein Arbeitsumfeld sein, damit ich mich wohlfühle, Spaß bei der Arbeit habe und zu Höchstleistungen auflaufe?
  • Wo und wie möchte ich in den nächsten Jahren leben? – z.B. In einer großen oder kleinen Stadt? Nahe meiner Familie? Viel unterwegs und auf Reisen oder mit etablierten Hobbies und Freundschaften vor Ort?

 

Wenn du diese Fragen noch nicht für dich beantworten kannst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, deinen erfolgreichen Berufseinstieg vorzubereiten. Nutze die Chance, praktische Erfahrungen zu sammeln, Arbeitgeber und eine neue Stadt kennenzulernen, um konkrete Wünsche an die Zeit nach deinem Studium zu formen: ein Praktikum zwischen den letzten Semestern, eine Werkstudententätigkeit oder auch, die Abschlussarbeit in einem Unternehmen zu schreiben, sind Möglichkeiten, die du jetzt wahrnehmen kannst.

Auch die Bewerbungsphase selbst will gut vorbereitet sein: Bereits frühzeitig kannst du dich um ein ordentliches Bewerbungsfoto und einen aktuellen, vollständigen Lebenslauf bemühen. Dein Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei Seiten füllen. Freunde und Verwandte können ihn auf Verständlichkeit und Rechtschreibung prüfen. Darüber hinaus solltest du all deine Zeugnisse digitalisieren und in einer Datei bündeln.

Trage in einer Liste für dich attraktive Arbeitgeber zusammen und informiere dich über mögliche Stellen auf deren Karriereseite. Sind dir bestimmte Tätigkeiten wichtiger als der Arbeitgeber, mache dir ein Bild darüber, ob und wo es Stellen nach deinen Vorstellungen gibt. Webseiten wie Glassdoor und Kununu geben dir einen Einblick in die Unternehmenskultur: hier bewerten Mitarbeiter ihren Arbeitgeber.

Zu der vollständigen Bewerbung gehört in der Regel ein Anschreiben. Dieses sollte eine Seite umfassen und auf die Stellenausschreibung abgestimmt sein. Wenn du folgenden Punkten je einen Absatz einräumst, hast du eine gute Struktur: 1) Motivation für den Job, 2) praktische Erfahrungen, 3) akademische Leistungen. In den zwei Monaten nach dem Absenden deiner Bewerbungen solltest du Zeit für Bewerbungsgespräche einplanen.

 

Bewerbung schreiben

 

Phase 1: Die ersten Schritte im Arbeitsleben

Hey, du hast es geschafft! Stolz und ein wenig nervös trittst du deinen ersten Arbeitstag an. Doch keine Sorge –  die ersten Wochen lassen sich wohl als Orientierungsphase beschreiben: Zu Beginn wirst du vermutlich wenige Themen selbst erarbeiten, sondern deine Kollegen begleiten, um von ihnen zu lernen. Am wichtigsten während der ersten Wochen ist es, dass du dich aktiv um deine Einarbeitung bemühst, Fragen stellst und mitschreibst (ja, bitte verlasse dich nicht auf dein Gedächtnis). Du kannst noch wenig fachlich beitragen, aber punkten, indem du Termine auf dem Schirm hast, zeitig zu- oder absagst und auf Inhalte von Mails und Gesprächen zurückgreifen kannst, statt mehrfach nachzufragen.

Sobald du dann die ersten eigenen Aufgaben übertragen bekommst, kannst du zeigen, was du kannst. Dies lässt sich als Leistungsphase beschreiben: Stelle sicher, dass du Aufgabenstellungen verstehst und weißt, bis wann sie zu erledigen sind. Siehst du einen Engpass (z.B. zeitlich), dann nenne ihn deinem Auftraggeber. Keiner erwartet von einem Berufsanfänger bahnbrechende Ergebnisse, konzentriere dich daher auf Fehlerminimierung: Was du an deine Kollegen oder deinen Vorgesetzten rausschickst, sollte richtig sein. Es gilt: Qualität vor Geschwindigkeit. Erarbeite dir den Ruf, Aufgaben zuverlässig zu erledigen.

Nach ein paar Monaten hast du dich erfolgreich eingearbeitet, weißt in etwa, wie die Dinge laufen und wie die Zusammenarbeit unter den Kollegen funktioniert. Du hast dir ein Standing erarbeitet und die Anzahl der Aufgaben, die du verantwortest, ist gestiegen. Organisiere dich gut, um die verschiedenen Bälle in der Luft zu halten. Nun darfst du auch mal „nein“ sagen, wenn es zu viel wird.

 

Die ersten Woche im neuen Job

 

Phase 2: Langfristig den Alltag gestalten

Berufstätigkeit und Karriere sind ein Marathon! Während des Studiums war dein Leben in abwechslungsreiche Abschnitte eingeteilt: Semesterstruktur, Auslandsaufenthalte, Praktika. Nun wirst du merken, dass die Arbeit an sich zwar schnelllebig und anspruchsvoll ist, aber nicht so sehr in absehbare Zeiträume einzuteilen ist. Hinzu kommt, dass die Karriere zu Beginn oft einen hohen Stellenwert im Alltag einnimmt.

Arbeit und Leben müssen sich jederzeit so vereinbaren lassen, dass du ungeplante Herausforderungen privater oder beruflicher Natur gut abfedern kannst. Versuche deinen Alltag aktiv so zu gestalten, dass du damit langfristig zufrieden bist. Dazu gehört es, Mittel und Wege zu finden, Gedanken an die Arbeit zu vermeiden, die dir unnötig Energie rauben (z.B. Grübeln über Fachliches oder zwischenmenschliche Konflikte).

Für Personen und Hobbies, die dir wichtig sind, solltest du regelmäßig Zeit einräumen. Mit einer Planung deiner Urlaubstage schon zu Jahresbeginn stellst du sicher, dass du über das Jahr hinweg immer wieder zur Ruhe kommst. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und Bewegung unterstützen dein Wohlbefinden und machen dich stark für einen anspruchsvollen Alltag. Nun bist du erfolgreich im Berufsleben angekommen!

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