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Im Interview mit einer Fahrzeugtechnologie-Studentin

Von YoungCapital am 23-05-2018
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Schluss mit den Geschlechterklischees bei der Berufswahl! In Interviews mit sechs Kandidaten/-innen stellen wir euch das breite Spektrum an Berufsmöglichkeiten für Männer und Frauen vor. Hier könnt ihr über Frauen in MINT-Berufen und Männern in sozialen Berufen lesen - WE TALK.

Diese Woche gibt uns Sarah, eine Fahrzeugtechnologie-Studentin aus Karlsruhe, einen Einblick in ein technisches Studium. Sarah erklärt ihre Gründe für die Studienwahl und gibt Ratschläge für Schülerinnen, die ebenfalls ein technisches Studium in Betracht ziehen.

Im Interview mit einer Fahrzeugtechnologie-Studentin


Was hat dich dazu bewogen, Fahrzeugtechnologie zu studieren?

Autos faszinieren mich schon seit meiner Kindheit. Mir wurde das aber erst sehr spät im Laufe der Oberstufe wirklich bewusst und ich habe mich dann informiert, wie ich dieses Interesse nutzen kann. Fahrzeugtechnologie geht nicht nur auf die klassische Fahrzeugtechnik, sondern auch auf die Elektronik im Fahrzeug ein. Das hat mich überzeugt.


Ist dir die Studienwahl leicht gefallen oder hattest du noch Alternativen zu diesem Studium?

Bevor mir die Idee kam, was mit Autos zu machen, standen noch Mathematik, Chemie und Informatik zur Auswahl. Aber danach war schnell klar, es wird Fahrzeugtechnologie.


Hast du schon mal vom Girls'/Boys' Day gehört? Falls ja, hast du während deiner Schulzeit schon mal daran teilgenommen?

Ja, aber leider erst nach der Schule im Studium. Hätte ich davon in der Schulzeit schon erfahren, hätte ich auf alle Fälle mitgemacht!


Hätte diese Erfahrung deine Entscheidung für deine Studienwahl beeinflusst?

Hätte sie wahrscheinlich. Solch ein Tag ist neben Praktika eine super Möglichkeit unverbindlich in einen Beruf reinzuschnuppern und zu schauen, ob es einem gefällt.


Welche besonderen Fähigkeiten und Eigenschaften braucht man deiner Meinung nach in einem Fahrzeugtechnologie-Studium?

Wie in jedem anderen Studium auch braucht es natürlich das Interesse am Thema, in diesem Fall Technik und Autos. Ein bisschen Spaß an Mathe erleichtert das Studium zusätzlich.


Welche Kommentare bekommst du bezüglich deines Geschlechts in diesem Studium oft zu hören?

Gerade von älteren Leuten kommt oft der Kommentar “Oh, das ist aber ungewöhnlich für eine Frau” und danach Fragen zum Frauenanteil und dem Umgang mit so vielen Männern auf einem Haufen. *lacht*


Wie viel Prozent Frauenanteil habt ihr denn in deinem Studiengang?

Oh, keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich weiß nur, dass wir in meinem ersten Semester um die fünfzig Erstis waren und darunter drei Frauen. In den höheren und unteren Semestern sind in etwa auch so eine Handvoll Frauen.


Wie werden Frauen in deinem Studium aufgenommen?

Die Meisten finden es cool. Ich habe gleich Anschluss gefunden und wurde auch nicht komisch oder anders behandelt. 


Gibt es für dich typische Frauen- oder Männerberufe?

Nein! Für mich hängen “typische” Berufe eher von der Persönlichkeit ab. So sind Ingenieure meist Analytiker und logische Denker, während Kindergärtner sehr kreativ und sozial veranlagt sind. Und diese Eigenschaften sind unabhängig vom Geschlecht.


Welche Berufe kannst du nach deinem Fahrzeugtechnologie-Studium ausüben?

Gefühlt alle Ingenieurberufe. Von Applikation über Konstruktion bis hin zum Versuchsingenieur.


Wenn du nochmal die Wahl hättest, ein Studium zu wählen, würdest du etwas anders machen?

Nein, ich fühle mich sehr gut aufgehoben.


Welche Ratschläge hast du für Schülerinnen, die vor der Wahl eines technischen Studiums stehen?

Lasst euch nicht abschrecken! Wie gut und schnell man etwas versteht, hängt von der Denkweise ab, nicht vom Geschlecht.


Im Interview mit einer Fahrzeugtechnologie-Studentin



Sarah, vielen Dank dir für das Interview!

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