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Mutter Natur hat uns das Bedürfnis zu Lernen glücklicherweise mitgegeben. Doch wenn Lernen zur Pflicht wird, verlässt uns oft die Lust.

Zukunft ist das, was du heute lernst

Leider wurden Lehrpläne für die Schule von Menschen gemacht. Das führt dazu, dass Kinder bereits in der Grundschule mit ihrem Unterrichtsstoff hadern und der Notenspiegel die Laune verdirbt. Dabei lernen wir leichter, je jünger wir sind. Zum Glück geht der Trend zum spielerischen Lernen und die Fähigkeit überhaupt Lerninhalte erfassen zu können, wird nicht mehr vorausgesetzt. Individuelle Lernkonzepte, eine Methodenvielfalt und gezielte Unterstützung durch Nachhilfe oder Lernpaten bringen die Freude am Lernen zurück und bessere Noten halten die Motivation hoch. 

Ganz unabhängig davon, ob wir in einer Leistungsgesellschaft leben oder nicht, das Lernen bestimmt die Zukunft. Das beginnt im ganz Kleinen und reicht bis in komplizierte Fachgebiete hinein. Kinder die von zu Hause nicht die grundlegenden Lebensnotwendigkeiten wie Zähneputzen und Körperpflege gelehrt bekommen, werden dies nur schwer lernen können, selbst wenn sie aufgrund ihrer guten Allgemeinbildung, die Notwendigkeit erkennen und akzeptieren können. Gelerntes wird zur Routine und wenn die sich nicht entwickelt, kann sie nur mühsam angelegt werden. 

Im fachlichen Bereich ist es genauso. Wer die Grundrechenarten nicht versteht, kann später keine komplizierten Gleichungen lösen. Damit öffnen und schließen sich langfristig die Türen zum beruflichen Erfolg, denn Rechnen muss heute wirklich fast jeder. Der Koch muss Rezepte auf die Personenzahl anpassen, der Gärtner berechnen, wie viele Pflanzen er für eine bestimmte Heckenlänge benötigt und der Maler, die Menge an Farbe oder Tapetenrollen. 

Das erklärt warum Eltern ihre Kinder zur Nachhilfe anmelden, statt ihnen die Ferien zu gönnen. Denn sie wissen bereits aus eigener Erfahrung, wie wichtig Bildung im Leben ist. Und wahrscheinlich bereuen die meisten Erwachsenen, dass sie ihren Eltern nicht geglaubt und nur das Nötigste gelernt haben. 

Lernerfolge müssen sich nicht nur in Noten niederschlagen. Manchmal sind Logik oder eine praktische Veranlagung die besseren Voraussetzungen, für bahnbrechende Erfindungen, als eine Eins in Mathe. 

Mädchen mit Buch vor einer Tafel

Kenne deine Stärken

Für ein erfolgreiches Leben ist es gut, seine Stärken zu kennen. Wer nicht gern liest, wird nicht unbedingt Journalist. Wenn doch, wird er es schwerer haben als andere Journalisten, weil Recherche nicht ohne Lesen funktioniert. 

Die eigenen Stärken zu kennen und zu nutzen, bedeutet langfristig, dass du Ziele leichter erreichen wirst, weil du sie realistischer setzt. Außerdem werden deine Aufgaben im Alltag dir nicht so schwer fallen, dass sie dich auslaugen. Dein Interesse an dem was du tust, sorgt dafür, dass du immer weiter lernen möchtest und dir das sogar Spaß macht. Warum ist das so? Weil du entscheidest, was du lernst. 

Selbst Kinder, die ihre eigenen Interessen verfolgen, sind bereits zu sensationellen Leistungen fähig. Wie alt sind die Hacker, die den Geheimdiensten das Leben schwer machen? 

In der Wirtschaft starten immer mehr junge Menschen ihre Karrieren, bevor sie ihr Studium beendet haben, weil sie es nicht abwarten können, ihr Wissen anzuwenden. Dabei entstehen sehr erfolgreiche Startups und innovative Dienstleistungskonzepte oder Produkte. Tatsächlich bauen viele aber ihren beruflichen Erfolg auch auf altbekannte Produkte auf, indem sie sie verbessern. Das Rad muss nicht täglich neu erfunden werden, kann sich aber schneller drehen, wenn es vergrößert bzw. verändert wird. 

Die Qual der Berufs- und Studienfachwahl

Hast du dich auch schon mal gefragt, warum so viele Menschen in der Mitte ihres Lebens, einen komplett anderen Beruf wählen und neu starten? Die Ursache liegt darin begründet, dass Schulen kläglich versagen, wenn es darum geht, Kindern und Jugendlichen die Wahl ihres Berufs zu erleichtern. Diesem Versagen stehen die Erwartungen der Eltern gegenüber. „Alle in unserer Familie haben studiert, also studierst du auch!“ „Unsere Konditorei ist seit Generationen in Familienbesitz, das kannst du doch nicht aufgeben!“ Nach einigen Berufsjahren treten Ermüdungserscheinungen auf, trotzdem schleppen sich viele noch bis zu einem Burnout. Oder sie nehmen die Unzufriedenheit im Beruf noch hin, weil sie die finanzielle und soziale Sicherheit schätzen und das Risiko scheuen. 

Die Arbeitsagenturen haben zwar eine Berufsberatung für Schüler, doch die geht zu wenig auf die individuellen Voraussetzungen des Einzelnen ein. Standarttests und kurze Beratungstermine reichen nicht aus, um einen Überblick über viele Berufe zu verschaffen. Oft wird aufgrund der Testergebnisse ohnehin nur noch auf die ersten drei Berufe oder Fachrichtungen geschaut. 

Wusstest du, dass es Science Fiction Berater  gibt? Was hätte dieses Wissen für dich verändert? Hättest du versucht, einer zu werden? Lehrer und Berater in der Arbeitsagentur kommen nicht mit so spannenden Informationen um die Ecke, die Jugendliche motivieren würden, mehr zu lernen. Stattdessen heißt es: Mach was mit Medien! 

Pflichtpraktika in der Schule sind nicht zielführend. Lehrer hinterfragen oft gar nicht, ob ein Praktikumsplatz zu den Lernenden passt, sondern sind froh, wenn alle versorgt sind. Ist es der elterliche Betrieb, auch gut. 

Kinder in einem Klassenzimmer

Bildung und Gesellschaft

Trotz fehlender Chancengleichheit gibt es in Deutschland jährlich zahlreiche Abiturienten, die sich für ein Studium entscheiden. Das Handwerk hingegen sorgt sich um den Nachwuchs. Langfristig verschiebt sich das gesamte Gesellschaftsgefüge, weil bestimmte Berufe zwar gebraucht, aber von jungen Menschen nicht nachgefragt werden. Hätte ein Sanitärfachbetrieb ein Wartezimmer, das wäre voll bis unters Dach. Wartezeiten auf einen Termin zur Reparatur von Dach, Leitungen oder Heizungen sind teilweise ebenso lang wie die, auf einen Facharzttermin. 

Seit es verschiedene Studiengänge in der Pflege gibt, nutzen viele examinierte Kräfte die Chance für Aufbaustudien. Zusätzlich wird der Zugang zur Ausbildung durch die generalisierte Ausbildung erschwert (Mindestnachweis mittlerer Schulabschluss oder Ausbildung Pflegehelfer). Doch auch Abiturienten gehen direkt in die entsprechenden Studiengänge und verfügen nach erfolgreichem Abschluss nur über wenig Pflegeerfahrung. Pflegefachkräfte die kurz vor dem Renteneintritt stehen befürchten, dass es eines Tages soweit kommen wird, dass die Pflege am Bett vernachlässigt wird, weil sich alle für überqualifiziert halten. Das wirkt sich langfristig auf die Pflegequalität aus, die Patienten hautnah spüren werden. Statistisch gesehen, wird das Gesundheitssystem aber besser da stehen, als je zuvor. 

Fazit

Bildung ist wichtig, das steht fest. Je früher du viel gelernt hast, desto früher kannst du deine Karriere gestalten und dein Wissen anwenden. Lernen fällt im Alter deutlich schwerer, daher bietet es sich an, keine längeren Lernpausen im Leben einzulegen, um geistig fit und aufnahmefähig zu bleiben. Wer in jungen Jahren seine Lernkompetenz stärkt, wird sein Leben lang leichter lernen.

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