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Der Klausurphase blicken viele Studierende schon unter normalen Bedingungen mit Schrecken entgegen. Unvorteilhafter Weise verstärken die außergewöhnlichen Umstände der Corona-Pandemie die Prüfungsängste noch weiter: Schwierigkeiten im Home-Office zu lernen, defizitäre Kommunikation mit Dozenten, unklare Anforderungen und keinen (sozialen) Ausgleich zum Studium. Dieser Artikel liefert dir praktische Tipps, wie du auch „Corona-Klausuren“ angstfrei und selbstbewusst angehen kannst. 

Prüfungsangst

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Nervosität nicht nur normal ist, sondern sogar vorteilhaft sein kann, da sich ein mittleres Stresslevel sogar positiv auf die Lernleistung auswirkt. Wer allerdings richtige Versagensängste hat, sollte es einmal mit „Katastrophisieren“ versuchen. Damit ist gemeint, gedanklich das Worst-Case-Szenario für den Fall einer schlechten Prüfung durchzuspielen. Dabei fällt meistens schnell auf, dass weitaus weniger auf dem Spiel steht, als einem die Angst vielleicht einreden mag.

Speziell bei der Angst vor einem Blackout empfiehlt es sich, einen Notfallplan zu erstellen. Darin wird festgehalten, welche konkreten Schritte man während eines Aussetzers in einer Klausur unternehmen würde (z.B. eine Minute die Augen schließen oder die Toilette aufsuchen). Des Weiteren ist es sinnvoll, die Prüfungssituation mehrfach möglichst realistisch durchzuspielen, sodass Angst und Nervosität habituieren. 

Sportliche Betätigung ist allgemein eins der wirksamsten Mittel gegen Ängstlichkeit und depressive Verstimmung. Besonders im Lockdown, wo die körperliche Bewegung im Alltag minimal ist, sollte ausreichende physische Auslastung nicht vernachlässigt werden. Meditation oder Entspannungsübungen, wie Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung, bieten einen super Ausgleich zum Sport und lindern nebenbei noch Prüfungsangst.

 

Um Prüfungsangst direkt vorzubeugen, ist es wichtig, den Lernprozess rechtzeitig zu beginnen und in kleine, gut schaffbare Tagesaufgaben aufzuteilen. Doch auch mit akribischer Zeiteinteilung bergen Corona-Klausuren besondere Herausforderungen, da sich der gesamte Stoff eines Semesters selbständig von zuhause erarbeitet werden muss. Daher hier einmal die wichtigsten Tipps zu Motivation und Strukturierung im Home-Office:

  • Vergegenwärtige dir, warum du die Prüfung/ das Studium erfolgreich meistern willst. Einen tieferen Sinn in der Klausurvorbereitung zu sehen, ist der größtmögliche Motivator.
  • Willensstärke funktioniert ähnlich wie ein Muskel, der im Laufe des Tages ermüdet. Beginnt darum stets mit der wichtigsten oder schwierigsten Aufgabe
  • Premack-Prinzip: Motiviere dich selbst für eine unliebsame Tätigkeit (z.B.1h Lernen/Lesen) mit einer Freude bringende Freizeitaktivität (z.B.15min Netflix/Social Media).
  • Konzentration kann nur eine Weile lang aufrechterhalten werden, weswegen es sinnvoll ist, Lernsessions nach dem Pomodoro-Prinzip zu strukturieren: Ungefähr 25 min arbeiten, gefolgt von einer kurzen, circa fünfminütigen Pause - nach drei Durchgängen folgt eine längere Auszeit. 
  • Setze dir auch im Home-Office feste Zeiten für den Beginn und das Ende deines Lerntages. Im Gegensatz zum Präsenzstudium kannst du dich aber an deinem persönlichen Biorhythmus orientieren 

 

Falls du dich trotz dieser Tipps überfordert fühlst, ist es vielleicht eine Überlegung wert, dir beim Schreiben von Hausarbeiten o.ä. helfen zu lassen, um mehr Zeit für die Klausurvorbereitung zu haben.

Ohne Präsenzveranstaltungen fehlt oft die Möglichkeit Dozierenden Rückfragen zu stellen oder sich Feedback einholen. Es ist wichtig in Erinnerung zu behalten, dass die Dozierenden auch keine Erfahrung mit Online-Lehre haben. Hab daher keine Angst sie direkt per E-Mail anzuschreiben. Wenn die genauen Anforderungen der Dozierenden dennoch unklar sind, kannst du versuchen, Kommilitonen aus höheren Semestern zu fragen, wie es im Präsenz Semester war. Versuch bei der Gelegenheit auch, an die Klausurfragen aus den letzten Jahren zu gelangen, welche eine hilfreiche Übung sein können. Leider hilft auch all das nicht weiter, wenn pandemiebedingt plötzlich wissenschaftliche Essays statt Klausuren als Leistungsüberprüfung verwendet werden. Wenn es dich belastet, dass du in diesem Corona-Semester ohne jede Vorerfahrung so ein Essay schreiben musst kannst du dir auch helfen lassen, zum Beispiel durch einen Ghostwriter. 

Psychologie gegen Prüfungsangst

Ohne den Kontakt mit Kommilitonen fehlt auch der Soziale Vergleich bezogen auf das eigene Lernverhalten. „Mach ich genug?“ wird schnell zum Mantra des Fernstudenten. Darum bemüht euch auch während Social Distancing den Kontakt mit Kommilitonen aufrechtzuerhalten, zum Beispiel mit Online-Lerngruppen, Videokonferenzen et cetera. Es beruhigt einen sehr schnell, wenn man erfährt, dass alle anderen genauso überfordert sind wie man selbst. Darüber hinaus wirken Soziale Kontakte erwiesenermaßen als Stresspuffer. 

Es besteht also kein Grund Panik vor Corona-Klausuren zu haben, denn mit psychologischen Tricks gelingt das Studium von Zuhause aus sogar leichter. Lernstress kann durch Sport, Entspannungsübungen und soziale Kontakte ausgeglichen und starke Angst durch „Katastrophisieren“ gelindert werden. Wenn trotzdem noch Sorgen bezüglich der Klausurenphase in deinem Kopf umhertreiben, scheue dich nicht, Kommilitonen um Rat zu fragen oder Unterstützung anzufordern, zum Beispiel durch einen professionellen Ghostwriter.

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