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Bildung ist ein hohes Gut. Nie hat Wissen sich so schnell verändert wie in der heutigen Zeit. Daher ist es wichtig, immer „up to date“ zu sein. 

Weiterbildung

Warum ist lebenslanges Lernen so wichtig geworden?

Um sich auch außerhalb der Vorgaben des jeweiligen Arbeitgebers oder der Angebote von Bildungseinrichtungen weiterzubilden, kann die Corona-Zeit sehr gut genutzt werden. Aktuell sind viele Arbeitnehmer*innen von Kurzarbeit betroffen und von der Arbeit ganz oder teilweise freigestellt. Damit haben sie Zeit, die sie sinnvoll nutzen können, um sich beruflich oder persönlich weiterzubilden. Hierbei gibt es einige Seminare, die förderfähig sind und den Lernenden kaum finanziell belasten. Auch für Selbstständige wurden Förderprogramme entwickelt, damit diese die Zeit des Betriebsstillstandes für Bildung nutzen können.
Der technologische Fortschritt und die Digitalisierung haben den Arbeitsmarkt sehr stark verändert. Das beginnt bei Werkzeugen und Maschinen und breitet sich über Arbeitsmaterialien und Herstellungsverfahren aus. Berufsbilder haben sich in den letzten Jahrzehnten ebenfalls dramatisch verändert. Wer glaubt, lebenslanges Lernen umgehen zu können, hat spätestens dann zu kämpfen, wenn er seinen Job verliert. In der modernen Welt ist lebenslanges Lernen einfach mittlerweile Pflicht. Zeiten, in denen Firmen geschlossen haben oder symptomfreie Quarantänen einzuhalten sind, bieten sich daher an, um die diese Zeit als Chance zur Weiterbildung zu sehen und zu nutzen. 

Welche Vorteile bietet Wissen?

Wissen schafft in erster Linie Sicherheit. Aufträge erledigen zu müssen, für die die nötigen Kenntnisse fehlen, kostet viel mehr Zeit und die Anfälligkeit für Fehler ist bedeutend höher. Ist hingegen das entsprechende Wissen vorhanden, auf das sich der Arbeitnehmer verlassen kann, so ist die Lösung schnell gefunden und umgesetzt. 

Für die Karriere bedeutet Wissen, dass Vorgesetzte die Kompetenz ihres Arbeitnehmers huldigen und schätzen und dessen Arbeitsqualität kontinuierlich hoch ist. Werden Gruppen- oder Teamleitungspositionen dann neu besetzt, so werden vielfach Arbeitnehmer dafür eingesetzt, die in der Vergangenheit mit ihrem Fachwissen bereits geglänzt, und komplexe Probleme zufriedenstellend gelöst haben. 

Lernfreudigen Mitarbeitern werden auch weitere Fortbildungen gern gewährt, weil sie deutlich gemacht haben, dass sie das aktive Lernen schätzen und Wissen aktiv anwenden können. Ihnen wird auch eher zugetraut, Leistungsnachweise wie Prüfungen erbringen zu können. 

Lernen kann verlernt werden

Es ist tatsächlich so, dass ein Mensch verlernen kann, wie er effektiv lernt. Je länger Schule, Ausbildung oder Studium zurückliegen, desto schwieriger wird es, sich mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen und sich diese anzueignen. Übrigens war lernen aber auch wiederum nie so leicht wie heute. Der Zugang zu Wissen ist so vielfältig wie nie und steht allen offen. Podcasts ermöglichen das Lernen sogar dann, wenn man unterwegs ist oder Sport treibt. Onlinekurse erfordern keine Anreisen und Aufenthalte mehr und oft kosten sie nicht einmal viel. Moocs sind zum Beispiel „Massive Open Online Course“, die von Technischen Hochschulen, Universitäten und Coaches angeboten werden. Auch Fernstudien zählen zu den neuen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Autodidakten haben es heute wesentlich leichter, Jobs zu finden, weil Wissen inzwischen mehr geschätzt wird wie Zertifikate. Natürlich gilt dies nicht für Tätigkeiten, bei denen gesetzliche Regelungen über eine Qualifikation bestimmen, doch gerade im kreativen Bereich, in der IT und in einigen Handwerksberufen können Referenzprojekte mitunter überzeugender sein, als eine Teilnahmebescheinigung. 

Weiterbildung

Lernen für das private Leben

Selbst für private Zwecke ist lebenslanges Lernen vorteilhaft. Kochkurse, Sprach-Apps und virtuelle Trainer fürs Autofahren helfen dabei, das eigene Leben abwechslungsreich, gesund oder sicherer zu gestalten. Wer geistig aktiv ist, kann sogar Krankheiten wie Demenz vorbeugen oder besser mit ihnen leben. Gedächtnistrainings, die Optimierung des Reaktionsvermögens und das Erlernen von Sprachen sind zum Beispiel Kurse, die sogar gezielt für Senioren angeboten werden. Diese zu nutzen, erfordert aber eben, noch im Lernprozess zu stehen.

Fazit: Das Sprichwort „Man lernt nie aus“ war nie zutreffender als in der aktuellen Zeit. Lernen zu dürfen, ist ein Grundrecht. Es nutzen zu dürfen, ein Geschenk.

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