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Ehrenamtliches Engagement klingt für dich irgendwie ziemlich lame? Hier erfährst du warum du verdammt falschliegst! 

Ehrenamtler leisten einen wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft. Trotzdem scheint ehrenamtliches Engagement irgendwie nicht so sexy zu sein - man wird schnell als nerviger Gutmensch abgestempelt und wenn ich mit Freunden über ehrenamtliche Arbeit rede, bin ich meistens die Einzige, die überhaupt Erfahrungen damit hat. Deshalb erzähle ich dir jetzt, warum ehrenamtliches Engagement ne ziemlich geile Sache ist!

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Stell dir mal vor, du brauchst Hilfe und bekommst sie nicht - total ätzende Situation also. Und jetzt stell dir mal vor, dass du jemand anderen vor dieser ätzenden Situation bewahren kannst… Na gut, Menschen sind egoistisch, ich weiß. Nur zu wissen, dass man jemand anderem helfen kann, reicht uns oft nicht. Und deshalb sag ich dir jetzt: Du selbst hast auch was von ehrenamtlichen Engagement, und zwar mehr, als du dir wahrscheinlich vorstellen kannst! 

Helfen macht glücklich, das ist sogar bewiesen! Denn Helfen kann sehr sinnstiftend sein. Zum Beispiel, wenn man das Gefühl hat, in seinem Job oder im Studium eher etwas semi-sinnvolles zu machen. Außerdem steigert Helfen, das Selbstwertgefühl - Ehrenamt ist also nicht nur sexy, es macht auch sexy! Bei so einer freiwilligen Tätigkeit kannst du auch deine sozialen Kompetenzen maßgeblich ausbauen. Das klingt für dich jetzt vielleicht wie blabla, aber ich meins vollkommen ernst. Hier mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich arbeite ehrenamtlich mit einer geflüchteten Familie zusammen. Vorher hatte ich überhaupt keinen Plan wie Geflüchtete in Deutschland so leben, was für Herausforderungen sie sich stellen müssen. In den Medien ist das Bild von Geflüchteten häufig negativ geprägt. Auf einmal hatte ich aber die Gelegenheit, mir mein eigenes Bild zu machen. Ich hatte die Gelegenheit, Leute kennenzulernen, die ich sonst wahrscheinlich nie kennengelernt hätte. Ich habe gelernt, flexibel unterschiedliche Rollen einzunehmen - mal bin ich Hausaufgabenbetreuung oder Schwimmlehrerin, mal ITlerin oder Bankangestellte und ein anderes Mal bin ich einfach eine Freundin, für die sehr lecker gekocht wird. Egal, was für eine Rolle ich gerade übernehme, ich fühle mich, als hätte ich durch mein Ehrenamt eine zweite Familie gefunden. Und Hand aufs Herz, wenn man durch die Tür kommt und von einer Horde freudestrahlender Kindern umarmend begrüßt wird, kann das ja nur sehr sehr glücklich machen!

In meinem Studium und bei der Arbeit mache ich was ganz anderes, ich bin keine Sozialarbeiterin oder Psychologin. Ehrenamtliches Engagement hat mir aber die Möglichkeit gegeben, weitere Interessen zu finden und auch abgesehen von sozialen Kompetenzen jede Menge dazuzulernen (ich kann jetzt zum Beispiel spitzenmäßige syrische Gerichte kochen und nach fünf Stunden Spaßbad mit drei kleinen Kindern immer noch konzentriert an einer Hausarbeit schreiben).

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Ehrenamtliche Tätigkeiten gibts in den verschiedensten Bereichen - abgesehen von der Flüchtlingshilfe gibt es Möglichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit tätig zu werden, Senioren oder Menschen mit Behinderung zu unterstützen, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sich für Tier- und Umweltschutz einzusetzen und noch so viel mehr. Viele Städte verfügen über Freiwilligenagenturen oder Freiwilligenzentralen, diese findest du ganz einfach, wenn du bei Google deine Stadt und beispielsweise “Freiwilligenzentrale” eingibst. So hast so relativ schnell und unkompliziert eine Übersicht der verschiedenen Ehrenämter in deiner Heimatstadt. In Köln kann man beispielsweise über die Kölner Freiwilligen Agentur in der “Engagementdatenbank” ehrenamtliche Tätigkeiten finden. Bevor die Freiwilligenarbeit losgeht, werden hier auch Workshops sowie regelmäßige Treffen mit anderen Ehrenamtlern zur Reflexion angeboten. “Ehrenamt ist nichts für mich” ist also kein gutes Argument, das wäre bei so vielen Optionen nämlich so, als würde man sagen “Die Welt ist nichts für mich”. 

Und jetzt kommt das Thema auf das wir alle gewartet haben - ehrenamtliches Engagement in der Corona Krise, Jay! Aber mal im Ernst, wenn dich Corona nicht so hart getroffen hat und du eh schon halb Netflix durchgeguckt hast, deinen Kleiderschrank aussortiert hast und mit irgendeinem Fitnessvideo deinen Nachbarn mit Jumping Jacks auf die Nerven gegangen bist, hast du ja jetzt genügend Zeit, dich auch mal ehrenamtlich zu engagieren! Viele Menschen sind in dieser schwierigen Situation auf die Unterstützung anderer angewiesen und schon mit wenig Zeitaufwand kannst du jemandem das Leben echt versüßen! Auf Quarantäne Held*innen und auf vielen weiteren Websites kannst du deutschlandweit auf Hilfegesuche antworten oder deine Hilfe anbieten!

Bei YoungCapital findest du neuerdings übrigens auch Angebote zur Freiwilligenarbeit. Die Seite steckt zwar noch in ihren Kinderschuhen, aber vielleicht wirst du ja auch hier fündig!

Ehrenamtliches Engagement macht also selbstbewusst und verdammt glücklich! Ich bin mir sicher, dass du genau weißt, was ich meine, wenn du’s einfach mal ausprobierst!

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