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Mit aufgeregtem Herzschlag überfliegst du die E-Mail und weißt sofort: Ich habe eine Zusage zu meinem ersten Job! Im ersten Moment freust du dich riesig darüber, schließlich kannst du endlich zeigen, was du drauf hast. Doch plötzlich wirst du unsicher, noch aufgeregter als zuvor und du beginnst dich zu fragen, ob alles gut gehen wird. Bekannte Zweifel und Gedanken aus anderen Situationen kehren zurück und verdrängen fast augenblicklich deine Freude über die Zusage. 

Vermutlich kommt dir dieses Szenario sehr bekannt vor und aus dem Grund bist du auch auf diesem Artikel gelandet: Du bist eine introvertierte Person, die schon bald ihren ersten Job antreten wird. Aufregend nicht wahr? Oder eher mit sehr vielen stressigen Gedanken verbunden? 

Keine Sorge, auch ich bin eine introvertierte Person, die erst vor kurzem ihren ersten Tag in ihrer Werkstudentenstelle angetreten hat. So richtig in einem Großraumbüro mit vielen Menschen, die ständig miteinander reden und Fragen stellen. Da ist es als introvertierte Person nicht immer leicht sich zurecht zu finden und sich an extrovertierte Kollegen anzupassen.

Für den Moment kannst du dich entspannt zurücklehnen und dem Artikel wertvolle Tipps und Tricks für dein neues Arbeitsumfeld entnehmen. 

offenes Büro von oben

 

Die Arbeitswelt der Introvertierten

Als introvertierte Person wirst du sicherlich bereits bemerkt haben, welche Dinge dich zu einer produktiven Arbeitsweise führen. Dazu gehören sicherlich unter anderem die drei Aspekte: Zeit, Raum und Ruhe. Auch in einem Großraumbüro hast du die Möglichkeit dein Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass du dich wohl und produktiv fühlst. 

Großraumbüros, wo alle miteinander und nebeneinander arbeiten, haben den großen Nachteil, dass sie sehr laut sind. Dadurch fühlen sich nicht nur introvertierte, sondern auch extrovertierte oft mal bei ihrer Arbeit gestört. Ein guter Tipp für dich ist es Lautstärke unterdrückende Kopfhörer zu benutzen. Du kannst Musik oder andere für dich beruhigende Geräusche abspielen oder sie auch nur aufsetzen, um zu signalisieren, dass du nicht gestört werden willst. Dadurch ziehst du dich einerseits zurück und nimmst dir andererseits den ruhigen Raum, den du zum Arbeiten benötigst. Wenn du das Gefühl hast, dadurch unfreundlich zu erscheinen, kannst du der Person neben dir sagen, dass du für die nächste Stunde ungestört an einer wichtigen Abgabe arbeiten musst. Für gewöhnlich, sollte es dann kein Problem sein, sich zurückziehen zu können. 

Das, was introvertierte Personen am meisten an unbekannten Situationen ängstigt, sind die neuen Abläufe, die es am Arbeitsplatz gibt. Dieser Unsicherheit kannst du entgegenwirken, indem du dir selbst kleine Routinen schaffst. Zum Beispiel kannst du mit deinen Arbeitskollegen Kompromisse schaffen, die dir helfen dich sowohl zu integrieren, als auch Zeit für dich selbst zu schaffen. Du musst nicht jede Mittagspause mit deinen Arbeitskollegen verbringen, wenn du dich dabei nicht wohl fühlst. Stattdessen kannst du an zwei von fünf Tagen mit allen die Mittagspause verbringen und dich an den restlichen zurückziehen, zum Spazieren gehen und alleine essen. In dieser Zeit für dich kannst du dann erneut Energie tanken, um produktiver und entspannter zu arbeiten. 

Frau sitzt vor Laptop

Viele Unternehmen bieten die Möglichkeit von Heimarbeit an. Vor allem als introvertierte Person klingt das Angebot von Home Office besonders verlockend. Aus dem Grund ist es sicherlich nicht verkehrt, feste Tage einzurichten, in denen du von zu Hause aus arbeiten kannst. Aber auch nur das Wissen über einen möglichen Home Office Tag vermag so manch ein introvertiertes Gemüt zu beruhigen. 

An solchen Tagen musst du dann nicht mit deinen Arbeitskollegen interagieren, wenn dir nicht danach ist. Nützlich für solche Tage und Introvertierte ist auch die Kommunikation über E-Mails und Chats. Die Vorteile der digitalen Kommunikation sind für dich, dass du dir deine Zeit zum Antworten nehmen kannst, ohne unter Druck zu stehen. 

Als introvertierte Person ist es oft nicht leicht sich in einem Büro voller neuer Leute zurechtzufinden. Es ist beunruhigend und es dauert manchmal mehrere Wochen bis das aufgeregte Gefühl in der Brust bezüglich deines Arbeitsplatzes verschwindet. Doch es ist möglich, für sich und für andere Introvertierte einen Raum der Produktivität und Ruhe zu schaffen. Oft ist dies jedoch nur durch direkte Kommunikation und Kompromissbereitschaft möglich. In vielen Unternehmen sollte dies kein Problem sein. Außerdem besitzt du jetzt mehrere hilfreiche Tipps, die deine erste Arbeitserfahrung verbessern können. 

An besonders aufregenden und zugleich unsicheren Tagen hilft es mir daran zu denken, dass introvertierte und extrovertierte Personen gleichermaßen in einem Unternehmen benötigt werden und dass die gebündelten Stärken erst zu einem Erfolg führen. Dabei hilft es nichts die eigenen Stärken zu verstecken, auch wenn wir uns hin und wieder fehl am Platz fühlen. Vielmehr ermöglicht uns die Introversion neue Erfahrungen zu machen und spannende Abenteuer zu erleben, auch wenn wir danach eine kurze Pause davon brauchen. 

 

Viel Erfolg dir bei deinem ersten Tag!

 

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