YOUNGCAPITAL
BLOG


​Artikel

Wachmachern auf der Spur - was wirklich hinter Mate & Co. steckt

Von Silva H. am 19-10-2018
0 Kommentare | 267 Aufrufe

Milch macht müde Männer munter war einmal. Der Student von heute greift zu ganz anderen Mitteln, um seinen Denkapparat zum Laufen zu bringen. Die einen schwören auf Kaffee, die anderen betreten keinen Vorlesungssaal ohne eine eisgekühlte Flasche Club-Mate in der Hand. Doch wie wach machen die Wachmacher wirklich? Und wie gut sind sie für unseren Körper? Ein Faktencheck.

Koboldmaki große Augen wach

© Flickr

Alles, was du über Koffein wissen musst

Ein müder Student braucht seine tägliche Dosis Koffein so sehr wie Garfield eine ordentliche Portion Lasagne. Zeit also, einen genauen Blick auf den beliebten Muntermacher zu werfen.

Koffein ist nichts anderes als eine Kampfansage an den Botenstoff Adenosin. Dieser sorgt für einen ausgewogenen Energiehaushalt der Nervenzellen, indem er bei Bedarf die Aktivität des Gehirns reduziert und es so vor Überanstrengung schützt.

Befindet sich allerdings Koffein im Körper, so dockt es anstelle des Adenosins an die Nervenzellen an. So verhindert der Stoff, dass das Gehirn weniger leistungsfähig wird. Daher denken wir, dass Koffein uns wach macht - aber eigentlich zögert es nur die Müdigkeit heraus.

 

Der Koffeinkick geschickt gemacht

Wie lange diese Wirkung anhält, ist Typsache. In der Regel spricht man jedoch von mehreren Stunden. Am stärksten wirkt Koffein bei Menschen, die ihren Körper noch nicht an Kaffee und Co. gewöhnt haben. Der Grund: der Körper braucht mehr Zeit, um es abzubauen. Gleiches gilt auch für Nichtraucher.

Als dauerhaft müder Student ist die Versuchung ziemlich groß, regelmäßig zu Koffein zu greifen. Doch Vorsicht: der Körper gewöhnt sich schnell an das Aufputschmittel. So können aus einer morgendlichen Tasse Kaffee schnell drei oder vier werden, um sich fit für den Tag zu fühlen. Außerdem kann dauerhafter Konsum u.a. zu Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder Unruhe führen.

 

Frau mit Tasse Kaffee

 

Es gilt also: Genuss in Maßen statt Massen. Als gesundes Mittelmaß gelten 300 mg Koffein pro Tag, das sind in etwas drei Tassen Kaffee. Außerdem macht es Sinn, seinem Körper ab und zu eine Auszeit zu gönnen.

Unterhalb der Koffeingrenze zu bleiben ist allerdings keine Rechtfertigung, den Zuckergehalt der Wachmacher völlig außer Acht zu lassen. Zu viel Zucker ist ungesund für den Körper, da hilft auch eine gerechtfertigte Portion Koffein nicht.

 

Das Power-Potential der Wachmacher im Vergleich

Die Zeit ist gekommen, um den Koffeinkönig unter den Muntermachern zu küren. Damit du dir nach der Lektüre dieses Artikels auch direkt den richtigen Drink genehmigen kannst, wurden die Getränke in den Mengen verglichen, in denen wir sie auch im Alltag trinken. Eine Tasse Kaffee, ein Glas Latte Macchiato, eine Flasche Limo.

Die Mengenangaben sind Richtwerte. Natürlich auftretendes Koffein wie in Kaffee oder Tee ist schwer zu messen und kann stark variieren.

 

  • Platz 1

Mate Mate mit 150 mg Koffein.

 

  • Platz 2

Schwarzer Kaffee, Klassischer Mate Tee, Club Mate und Mio Mio Mate mit 100 mg.

Gut zu wissen: Obwohl Kaffee und Mate einen ähnlichen Koffein-, bzw. Teeingehalt besitzen, verstärken die natürlichen Inhaltsstoffe der Mate-Pflanze den Wachmach-Effekt noch. Das führt dazu, dass die Wirkung von Mate länger anhält.

 

  • Platz 3

Dunkle Schokolade: 88 mg bei einer 100g-Tafel.

Jawohl, Schokolade. Der unbekannte Koffeinkönig aus dem Süßigkeitenregal kann locker mit seinen trinkbaren Mitstreitern mithalten.  

 

Folgende Energielieferanten haben es leider nicht aufs Treppchen geschafft, sind aber trotzdem nicht wegzudenken:

 

  • 80 mg: Red Bull + Monster Energy Drink
  • 83 mg: Fritz-Kola
  • 53 mg: Charitea Mate
  • 50 mg: Pepsi
  • 45 mg: Coca Cola
  • 44 mg: Espresso
  • 39 mg: Koawach Klassik
  • 38 mg: Schwarzer Tee
  • 34 mg: Cappuccino
  • 33 mg: Latte Macchiato
  • 19 mg: Grüner Tee

 

Bis dahin, munter bleiben!

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar.


Kommentar hinzufügen