In der Arbeitsverwaltung stellt die elektronische Krankmeldung, auch bekannt als digitale Krankschreibung oder elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), eine signifikante Neuerung dar. Dieser Artikel widmet sich der Frage, was genau hinter der elektronischen Krankmeldung steckt und welche Auswirkungen die Einführung der eAU speziell für Arbeitgeber und HR-Abteilungen hat. Wir beleuchten, wie der elektronische Krankenschein den Prozess der Krankmeldungen vereinfacht, welche Vorteile sich daraus ergeben und was Arbeitgeber in Bezug auf die Umsetzung und Verarbeitung elektronischer Krankmeldungen beachten müssen.
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Was ist die elektronische Krankmeldung?
Die elektronische Krankmeldung, oder Krankschreibung, markiert einen wichtigen Schritt in der HR-Digitalisierung gesundheitsbezogener Verwaltungsprozesse. Sie ersetzt das bisherige Papierformat der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch ein digitales Format, das eine effizientere und schnellere Übermittlung der Krankmeldungen vom Arzt direkt an die Krankenkasse und von dort an den Arbeitgeber ermöglicht.
Funktionsweise:
Wenn sich ein Arbeitnehmer krankmeldet, stellt der behandelnde Arzt eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Diese wird elektronisch signiert und digital an die Krankenkasse des Patienten übermittelt. Die Krankenkasse leitet die relevanten Informationen dann ebenfalls elektronisch an den Arbeitgeber weiter. Dieser Prozess gewährleistet, dass Unternehmen zeitnah über die Arbeitsunfähigkeit der Mitarbeiter informiert werden, ohne dass physische Dokumente hin- und hergesendet werden müssen.
Das bedeutet die eAU für Arbeitgeber und HR
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bietet Arbeitgebern und HR-Abteilungen eine Reihe von Vorteilen:
- Vereinfachte Prozesse: Die eAU eliminiert die Notwendigkeit physischer Dokumente, wodurch der Prozess der Krankmeldungen effizienter und fehlerresistenter wird.
- Schnellere Informationsverarbeitung: Die digitale Übermittlung der Krankmeldung ermöglicht eine umgehende Bereitstellung der Arbeitsunfähigkeitsdaten, was zu einer schnelleren Verarbeitung und Anpassung der Personalplanung des Arbeitgebers führt.
- Verbesserte Datenintegrität: Daten sind beim digitalen Krankschreiben weniger anfällig für Verlust oder Beschädigung und können leichter in vorhandene HR-Systeme integriert werden.
Abruf der eAU:
Arbeitgeber können die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung direkt online bei der Krankenkasse über ein geprüftes Lohnabrechnungsprogramm oder die Anwendung sv.net abrufen. Dies gewährleistet einen sicheren und direkten Zugriff auf die relevanten Daten.
Erhaltene Daten:
Die Krankenkasse übermittelt dem Arbeitgeber Informationen wie den Namen des Mitarbeiters, den Beginn und das Ende der Arbeitsunfähigkeit, das Datum der Feststellung, Informationen zu einem möglichen Arbeitsunfall und ob es sich um eine Erst- oder Folgemeldung handelt.
Auswirkungen auf HR:
Die Umstellung auf die elektronische Krankmeldung fordert von HR die Neubewertung und Anpassung bestehender Prozesse. Sie eröffnet die Möglichkeit zur weiteren Digitalisierung und Automatisierung der HR-Abläufe, etwa durch den Einsatz einer umfassenden HR-Software, die das Hochladen ärztlicher Atteste durch Mitarbeitende und automatisierte Reportings ermöglicht.
Seit dem 1. Januar 2023 ist es für Arbeitgeber verpflichtend, die eAU-Daten aus der elektronischen Krankmeldung aktiv bei der Krankenkasse abzurufen, während die Vorlagepflicht für Arbeitnehmer entfällt. Die Implementierung der eAU setzt adäquate HR-Systeme voraus und erfordert die Einhaltung strenger Datenschutzbestimmungen. Arbeitgeber müssen außerdem die Verbindung der eAU-Daten mit der Gehaltsabrechnung sicherstellen und für privat Versicherte weiterhin das papierbasierte Verfahren anwenden, da diese bisher vom eAU-Verfahren ausgeschlossen sind.
Key Takeaways
- Die elektronische Krankmeldung modernisiert das Meldewesen von Arbeitsunfähigkeit durch digitale Prozesse, die eine fehlerfreie Kommunikation ermöglichen.
- Für Arbeitgeber und HR stellt die Einführung der eAU eine Chance dar, HR-Prozesse weiter zu digitalisieren und zu optimieren, erfordert jedoch auch die Anpassung an neue digitale Standards und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien.
Disclaimer
Bitte beachten Sie, dass die bereitgestellten Informationen in diesem Artikel lediglich zu Informationszwecken dienen und keine Rechtsberatung darstellen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Inhalte. Für konkrete rechtliche Fragen empfehlen wir Ihnen, sich an einen qualifizierten Rechtsberater zu wenden.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist die elektronische Krankmeldung?
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Wird die eAU automatisch an Arbeitgeber versendet?
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Welchen Daten der elektronischen Krankmeldung sind für Arbeitgeber sichtbar?
Die elektronische Krankmeldung, bekannt als eAU, ersetzt die papierbasierte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch ein digitales Format, das eine schnellere und direkte Übermittlung der Krankheitsdaten vom Arzt über die Krankenkasse an den Arbeitgeber ermöglicht. Sie vereinfacht den Meldeprozess und verbessert die Effizienz der Datenverarbeitung im Krankheitsfall eines Mitarbeiters.
Nein, die eAU wird nicht automatisch an den Arbeitgeber versendet. Arbeitgeber müssen die Daten aktiv über ein systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm oder über die Anwendung sv.net bei der Krankenkasse abrufen.
Arbeitgebern werden nur die für sie relevanten Daten der eAU übermittelt, dazu gehören der Name des Mitarbeiters, der Beginn und das Ende der Arbeitsunfähigkeit, das Datum der Feststellung sowie Informationen über einen möglichen Arbeitsunfall und ob es sich um eine Erst- oder Folgemeldung handelt.