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Ohne Frage, der Inhalt von Bewerbungsunterlagen entscheidet im Endeffekt darüber, wie geeignet du für einen Job bist. Aber dafür muss die Personalabteilung erst einmal so weit kommen, sich den Text genauer anzuschauen. Je mehr eine Stelle umworben ist, desto härter werden die eingehenden Bewerbungen schon anhand ihrer Optik aussortiert. Hier geht es um die No’s und Go’s im Bewerbungslayout.

 

Die Bewerbungsunterlagen als Visitenkarte

Schickst du deine Bewerbung an ein Unternehmen, ist das in der Regel der erste Kontakt zwischen dir und der Wunschstelle. Das heißt es ist dein Werkzeug, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Eine Bewerbung ist deine erste Arbeitsprobe. Auch wenn sie inhaltlich einwandfrei ist, kommt es nicht gut an, wenn sie schlecht lesbar und konfus gestaltet ist.

Je mehr Mühe du in das Aussehen deiner Unterlagen investiert, desto eher kannst du beweisen, dass du sauber und ordentlich arbeitest. Nicht zuletzt ist es ein Zeichen dafür, dass du den Job tatsächlich haben willst. Mit weniger als das wollen Personaler*innen ihre Zeit nicht verschwenden.

 

Zwei Personen schauen sich einen Lebenslauf an

 

Ein professionelles Layout für Bewerbungsunterlagen

Das Gute ist: Du musst dein Layout gar nicht selbst erstellen. Wer möchte findet online eine Vielzahl von kostenfreien Beispielen. Mit dieser Lebenslauf Vorlage hast du schnell und einfach ein elegantes Design zu Hand, das mehr Mühe zeigt als bloßes Schwarz-auf-Weiß. Daneben gibt es natürlich auch kostenpflichtige Angebote. Damit wirst du vermutlich etwas exklusivere Vorlagen erhalten, zu denen nicht jeder Zugang hat. 

Wenn du selbst Hand anlegen möchtest, um deine eigene Note einzubringen, gibt es hier die grundsätzlichen Layout-Gestaltungstipps für Bewerbungen.

 

Formatierungen haben einen Zweck

Das klingt jetzt etwas selbsterklärend, ist es aber nicht unbedingt. Es gibt einen Grund, aus dem wir Formatierungen nutzen, und das ist nicht reine Optik. Es geht darum, die Leserlichkeit eines Textes zu verbessern. Deshalb sind wichtige Dinge, die sofort ins Auge fallen sollen, in der Regel in irgendeiner Art und Weise markiert. Das mag eine Fettstellung sein, eine andere Farbe oder ein Unterstrich.

Mit Absätzen und Einzügen zeigt man auf einen Blick, welche Textbereiche zusammengehören. Damit hat man ein Werkzeug, um seinen Text zu strukturieren, einfach nur durch gut gesetzte Abstände zwischen Zeilen.

Da der Zweck der Formatierungen ist, Wichtiges zu markieren und zu ordnen, ist die Regel: Weniger ist mehr!

Wenn alles in irgendeiner Art und Weise markiert ist, muss ja alles wichtig sein, und schon fällt nichts mehr als wichtiger als das andere auf. Wirksame Markierungen sind sparsam gesetzt, damit der Blick wirklich direkt dort hingeleitet wird, wo er hinsoll. Zu viele unterschiedliche Formatierungen verwirren. 

Es ist eine gute Strategie sich pro Formatierung auf höchstens 2 Varianten festzulegen:

  • Wenn Farben genutzt werden, dann Schriftfarbe Schwarz + 1 Akzentfarbe.
  • Schriftschnitt-Formatierungen z. B. nur fett und kursiv.
  • Die Schriftgrößen z. B.  nur 12 pt und 14 pt.
  • usw.

 

Formatierungen sind fest vergeben

Der gezielte Einsatz von Formatierungen wird leichter, wenn man für jede Formatierung, die man nutzen möchte, einen festen Zweck hinterlegt. Das mag dann so aussehen:

  • Firmennamen sind fett geschrieben.
  • Daten sind in Kapitälchen geschrieben.
  • Überschriften sind 2 pt größer geschrieben.
  • Untertitel sind grau. 
  • etc.

Alles, was fett geschrieben ist, sollte jetzt ein Firmenname sein und die Formatierung wird für nichts anderes mehr genutzt. Das hilft dabei, sich auf eine kleine Auswahl an Formatierungen zu begrenzen, damit das Schriftbild nicht zu unübersichtlich wird.

 

Ein Lebenslauf liegt auf dem Tisch

 

Unterschiedliche Markierungen = Unterschiedliche Wirkung

Es gibt viele Möglichkeiten, in einem Fließtext Stellen zu markieren. Man kann die Schriftfarbe ändern, den Schriftschnitt, die Schriftart oder die Schriftgröße. Aber nicht jede Formatierung ist für alle Zwecke zu gebrauchen.

Die meisten Menschen nehmen zum Beispiel EINE REIHE VON GROSSBUCHSTABEN als aggressiv wahr, als würde man sie anschreien. Farbliche Markierungen in Rot sind meist mit negativen Aussagen verbinden und Grün mit Positivem. Schriftarten wie Comic Sans oder Papyrus sind albern und haben in einer Bewerbung nichts zu suchen.

 

Fazit – Lesbarkeit geht über Optik

Eine stylishe Optik macht viel aus, aber am Ende geht es darum, dass der Text gut lesbar ist. Deshalb muss man den Mittelweg finden, zwischen auffälligem Design und reinem Text. Dafür stehen uns etliche Formatierungsmöglichkeiten zur Auswahl, die wir auch nutzen sollten. Im besten Fall tun wir das aber nicht rein nach Geschmack, sondern mit einem System. Dazu gehört der fest verteilte Gebrauch von wenigen Formatierungen, damit der Blick gelenkt wird und alles einheitlich und übersichtlich bleibt.

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