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Der Berufseinstieg in Start-ups ist so beliebt wie nie zuvor. Immer mehr junge Menschen bevorzugen auf ihrem Karriereweg ein hippes und innovatives Unternehmen über große und traditionelle Konzerne. Wer heutzutage einen Job sucht, wird sehr wahrscheinlich über eine locker verfasste Stellenanzeige eines Start-ups stolpern, das schnelle Aufstiegschancen und Erfahrung verspricht. Dazu kommt noch, dass diese mit flachen Hierarchien, kostenlosem Obst und entspannten Feierabendbieren locken. Doch ist hinter dieser Fassade wirklich alles so toll und verlockend wie es klingt, oder gibt es auch Nachteile? Hier haben wir einen kurzen Überblick über das Arbeiten in jungen, coolen und innovativen Unternehmen für Millennials und die Generation Z zusammengestellt.

Arbeiten im Start-up

 

Vorteile vom Arbeiten im Start-up:

    • Aufstiegsmöglichkeiten: Ein Aufstieg innerhalb des Start-up ist nicht selten. Mitarbeiter, die sich durch die Arbeit im Start-up in allen Bereichen auskennen, werden oft auch ohne lange Wartezeiten in höhere Positionen versetzt. So ist der Weg vom Trainee zum Manager oft kurz.
    • Hands-on-Mentalität: Da es in Start-ups oft keine klar definierten Strukturen gibt und die Hierarchien flache sind, kann es öfter vorkommen, dass jeder bei verschiedenen Aufgaben mit anpackt. Dies schweißt nicht nur den Team zusammen, sondern sorgt auch noch für eine steile Lernkurve.
    • Viele Erfahrungen: Bei vielen großen Unternehmen ist es nicht so leicht möglich, verschiedene Bereiche kennenzulernen und lehrreiche Erfahrungen zu sammeln. Du erhältst in einem Start-up jedoch tiefe Einblicke in das direkte Geschäftsleben und das macht sich auch gut auf deinem Lebenslauf.
  • Lockere Atmosphäre: Mit Flip Flops und Shorts zur Arbeit kommen, den Chef duzen und kurz vor Feierabend ein gemeinsames Bier trinken? Gar kein Problem, denn die meisten Start-ups halten nicht viel von traditionellen Regeln in der Berufswelt.
  • Wertschätzung und Vertrauen: In der Regel werden deine Gedanken gehört und du wirst ernst genommen. Da Start-ups meist aus wenigen Mitarbeiter bestehen, ist man auf jede Lösung angewiesen, die helfen könnte. Außerdem sind regelmäßige Meetings und Feedback-Gespräche keine Seltenheit und das vermittelt einem das Gefühl, wichtiger Teil des Ganzen zu sein, was auch stimmt.
  • Gestaltungsspielraum: Der Weg zwischen dir und deinem Chef ist kurz und so wird dir auch viel Spielraum für eigene Ideen gegeben. Du kennst die vermeintliche Lösung? Dann probiere doch einfach mal, das Problem zu beseitigen. Nicht lange diskutieren - einfach machen! Auf diese Weise werden Probleme in Angriff genommen.
  • Abwechslung: Zu guter Letzt profitierst du natürlich von der enormen Verschiedenheit der Aufgaben. Ganz nach dem Motto “Jeder macht alles” schnupperst du in alle Bereich hinein und machst nicht jede Woche das Gleiche. Auch der Arbeitsalltag sieht nicht jeden Tag gleich aus: raucht dir mal der Kopf, hilft dir vielleicht eine Runde Tischtennis.

 

Nachteile vom Arbeiten im Start-up:

  • Chaotische Zustände: Natürlich läuft nicht alles Rund. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und das spürt man vor allem in Start-ups. Die Buchhaltung übernimmt der Chef noch selbst, das Marketing wird vom Praktikanten unterstützt und im Sales sitzt jemand mit wenig Arbeitserfahrung. So kann es manchmal etwas chaotisch werden.
  • Bezahlung: Bezüglich der Bezahlung sollte man sich nichts vormachen. Junge Unternehmen müssen erst noch wachsen und rentabel werden. Deswegen ist es mehr als logisch, dass man dir kein Spitzengehalt zahlen kann. Aber gerade als Berufseinsteiger muss man überall mit einem milden Einstiegsgehalt rechnen.
  • Arbeitsintensität: Durch den flexiblen Einsatz, der wenigen Mitarbeiter und der vielen unterschiedlichen Aufgaben kann es durchaus passieren, dass die ein oder andere Überstunde geleistet werden muss. Jeder der behauptet, das Arbeiten in einem Start-up sei leicht, lügt. Aber genau das fordert uns doch heraus und lässt uns wachsen, oder?
  • Unsichere Zukunft: Was passiert, wenn ein Start-up nicht rentabel ist und die Insolvenz ansteht? Ganz einfach: man wird gekündigt. Dieses Risiko besteht bei Unternehmen, die sich erst noch beweisen müssen und von Investoren abhängig sind immer. ABER: Durch die ausreichende Erfahrungen, die man innerhalb kürzester Zeit sammeln kann, ist es kein Hexenwerk einen neuen Job zu finden, der mindestens genauso gut ist.

Arbeiten im Start-up

 

Ist das Arbeiten im Start-up nun etwas für mich?

Das hängt ganz davon ab, was deine Ziele und Erwartungen sind. Die Start-up-Mentalität ist nicht für jeden das Richtige, das ist kein Geheimnis. Bist du eher darauf aus, eine steile Karriere hinzulegen, das ein oder andere Risiko in Kauf zu nehmen und Unbekanntem offen entgegenzutreten? Dann ist das Arbeiten im Start-up die richtige Umgebung für dich, denn hier kannst du deinen Ehrgeiz und deine Stressresistenz unter Beweis stellen. Vor allem Studenten sind sehr beliebt, da diese als Digital Natives ihr frisches Wissen einbringen und noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Fallst du auf Sicherheit aus bist und eine gewisse Struktur brauchst, solltest du dich nach einem konventionellen Unternehmen umsehen. Hier geht alles zwar etwas langsamer aber gewohnter zu. Du musst dich nicht direkt am Anfang schon großen Herausforderungen stellen und musst nicht um deinen Job fürchten, wenn ein Trend vorbei ist. Egal, ob Start-up oder nicht, finden kannst du Stellen für deine Karriere über unsere Jobbörse.

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